Paritätische Wohlfahrtsverband

Hamburger Ärzte werden geschult, um Kinder suchtkranker Eltern zu erkennen

Der Paritätische Wohlfahrtsverband schult Ärzte, Lehrer und Erzieher, um die Sensibilität für den Hilfebedarf der geschätzt 77.000 betroffenen Kinder in Hamburg zu erhöhen.

Veröffentlicht:

Hamburg. Auf rund 77.000 schätzen Experten die Zahl der Kinder in Hamburg, deren Eltern von einer psychischen oder Sucht-Erkrankung betroffen sind. Um ihre Eltern zu schützen, suggerieren die Kinder manchmal Normalität durch angepasstes oder strebsames Verhalten.

Um das zu erkennen und der Familie helfen zu können, schult der Paritätische Wohlfahrtsverband in der Hansestadt mit dem Projekt „A: aufklaren“ seit kurzem Berufe wie Ärzte, Lehrer und Erzieher.

Für Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) steht fest, dass es für dieses Thema Bedarf in Hamburg gibt. „Kinder aus Familien, in denen ein Elternteil psychisch erkrankt ist oder eine Suchterkrankung vorliegt, haben es besonders schwer und verdienen unsere besondere Unterstützung. Deswegen ist es wichtig, dass wir eine Enttabuisierung dieser Themen in der Gesellschaft erreichen, dass wir diese Kinder entstigmatisieren und ihnen die Hilfe zukommen lassen, die sie wirklich brauchen“, sagte Leonhard zum Auftakt des Projekts.

Außer Fortbildungen, Sprechzeiten, Fallberatung und Fallwerkstätten entwickelt das Projekt auch eine Datenbank mit passenden Anlaufstellen für Betroffene. (di)

Weitere Informationen zum Projekt unter www.aufklaren-hamburg.de

Mehr zum Thema

Versorgung in ärmeren Vierteln

Hamburg setzt auf Stadtteil-Gesundheitszentren

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Derzeit haben rund 400 Ärztinnen und Ärzte in Bayern die Zusatzbezeichnung Homöopathie erlangt. Künftig ist dies nicht mehr möglich.

© Mediteraneo / stock.adobe.com

80. Bayerischer Ärztetag

Bayern streicht Homöopathie aus Weiterbildungsordnung

Nach erfolgreicher Sondierungswoche (v.l.n.r): Robert Habeck und Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz und FDP-Chef Christian Lindner am Freitag in Berlin.

© Kay Nietfeld/picture alliance

Update

Erfolgreiche Sondierung

Das plant die Ampelkoalition im Bereich Gesundheit