Paritätische Wohlfahrtsverband

Hamburger Ärzte werden geschult, um Kinder suchtkranker Eltern zu erkennen

Der Paritätische Wohlfahrtsverband schult Ärzte, Lehrer und Erzieher, um die Sensibilität für den Hilfebedarf der geschätzt 77.000 betroffenen Kinder in Hamburg zu erhöhen.

Veröffentlicht: 14.09.2020, 11:30 Uhr

Hamburg. Auf rund 77.000 schätzen Experten die Zahl der Kinder in Hamburg, deren Eltern von einer psychischen oder Sucht-Erkrankung betroffen sind. Um ihre Eltern zu schützen, suggerieren die Kinder manchmal Normalität durch angepasstes oder strebsames Verhalten.

Um das zu erkennen und der Familie helfen zu können, schult der Paritätische Wohlfahrtsverband in der Hansestadt mit dem Projekt „A: aufklaren“ seit kurzem Berufe wie Ärzte, Lehrer und Erzieher.

Für Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) steht fest, dass es für dieses Thema Bedarf in Hamburg gibt. „Kinder aus Familien, in denen ein Elternteil psychisch erkrankt ist oder eine Suchterkrankung vorliegt, haben es besonders schwer und verdienen unsere besondere Unterstützung. Deswegen ist es wichtig, dass wir eine Enttabuisierung dieser Themen in der Gesellschaft erreichen, dass wir diese Kinder entstigmatisieren und ihnen die Hilfe zukommen lassen, die sie wirklich brauchen“, sagte Leonhard zum Auftakt des Projekts.

Außer Fortbildungen, Sprechzeiten, Fallberatung und Fallwerkstätten entwickelt das Projekt auch eine Datenbank mit passenden Anlaufstellen für Betroffene. (di)

Weitere Informationen zum Projekt unter www.aufklaren-hamburg.de

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