Neues Portal

KV Bayerns startet Notfallplattform DocOnline

Mit ihrer neuen Plattform DocOnline will die KV Bayerns den ärztlichen Bereitschaftsdienst entlasten. Die Patienten können dabei je nach Beschwerden Videokontakt mit einem Arzt aufnehmen.

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München. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) startet Mitte Juni 2024 eine neue Plattform: „DocOnLine“ soll die Akut- und Notfallversorgung im Freistaat digital unterstützen. Patientinnen und Patienten könnten je nach Beschwerdebild, Dringlichkeit und vorhandenen Ressourcen bei akuten Beschwerden per Videokonsultation Kontakt mit einer Ärztin oder einem Arzt aufnehmen, heißt es in einer Mitteilung von Mittwoch. Dies ist bereits möglich, bevor die Versicherten in die Bereitschaftspraxis oder in die Notaufnahme gehen oder die Rufnummer 116117 anrufen. Die an DocOnLine teilnehmenden Ärzte gehören unterschiedlichen Fachrichtungen der haus- und fachärztlichen Versorgung an.

Der Vorstand der KVB – Dr. Christian Pfeiffer, Dr. Peter Heinz und Dr. Claudia Ritter-Rupp – erklärte dazu: „Gerade zu Zeiten des ärztlichen Bereitschaftsdienstes kann die Videosprechstunde über DocOnLine eine zusätzliche Entlastung für Bereitschaftspraxen und Klinik-Notaufnahmen bieten, indem die Patienten sinnvoll gesteuert werden. Unser hybrides Versorgungsangebot stellt auch keine Konkurrenz zu den etablierten Videosprechstunden in vielen Praxen dar, sondern es vereint die Stärken der digitalen Versorgung mit denen der physischen Versorgungsstrukturen und ergänzt den persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt.“

Videosprechstunde bei Bedarf

Patienten in Bayern starten digital über das Onlineportal in die ambulante Versorgung. Nach der Eingabe der Postleitzahl folgt das strukturierte medizinische Ersteinschätzungsverfahren (SmED). Basierend auf dem SmED-Ergebnis wird den Patienten ein Versorgungsangebot empfohlen. Sofern medizinisch indiziert, wird eine Videosprechstunde vermittelt. Patienten können den Ärzten für die Videosprechstunde zusätzliche Daten wie Beschwerdebild, Medikationspläne oder Befunde über die Plattform zur Verfügung stellen. Somit sind die behandelnden Ärzte für die Akutversorgung gut vorbereitet.

Kann das Anliegen in der Videosprechstunde nicht abschließend geklärt werden oder ist das Beschwerdebild dafür nicht geeignet, so ist eine Weiterbehandlung in der Praxis, durch den Fahrdienst des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes oder den Rettungsdienst gewährleistet. Der Patient wird somit bis zum Abschluss der Behandlung vollständig im Prozess begleitet. (eb)

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