COVID-19

KV Hamburg: Impfquote wohl höher als ausgewiesen

Bundesweit könnte die COVID-Impfquote deutlich höher sein als angenommen. Das vermutet die KV Hamburg, nachdem sie Abrechnungsdaten ausgewertet hat. In Hamburg jedenfalls liegt die Quote höher als bisher ausgewiesen.

Veröffentlicht:
Wie viele Bundesbürger sind geimpft? Wohl mehr als angenommen, so die KVH.

Wie viele Bundesbürger sind geimpft? Wohl mehr als angenommen, so die KVH.

© oxinoxi / stock.adobe.com

Hamburg. Die Impfquoten sind eine wichtige Entscheidungsgrundlage in der Pandemiepolitik. Eine Überprüfung in Hamburg ergab, dass die bislang angenommene Quote nach oben korrigiert werden muss. Möglicherweise gilt dies auch bundesweit.

Die KV Hamburg geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote in Hamburg um mindestens drei Prozent höher ist als bislang ausgewiesen – dies entspricht dem jetzt aufgefallenen Delta zwischen gemeldeten Impfungen an das RKI und abgerechneten Impfungen. Die Differenz ist entstanden, weil die Hamburger Arztpraxen allein im zweiten Quartal 2021 über 70 .000 Impfungen noch nicht an das RKI gemeldet haben. Herausgestellt hatte sich dies laut KV nach einer Auswertung der Abrechnung für das zweite Quartal.

Meldesystem technisch instabil

„Den Ärztinnen und Ärzten ist dabei kein Vorwurf zu machen. Das Meldeverfahren war neu und anfänglich auch technisch nicht stabil“, sagte Hamburgs KV-Chef Walter Plassmann. Er betonte die Wichtigkeit, dass nun mit den korrekten Impfquoten gearbeitet werde. Weil auch Ärzte in anderen Bundesländern vor den gleichen Probleme bei der Meldung der Impfungen gestanden haben könnten, könnte eine Überprüfung neue Werte ergeben.

Laut Plassmann hatte die KV in der Hansestadt „sehr vorsichtig geschätzt“ und auch die „offenbar in großem Ausmaß fehlenden Meldungen der Betriebsärzte nicht berücksichtigt“, weil diese nicht über die KV abgerechnet haben.

Plassmann forderte, die korrekten Zahlen aus ganz Deutschland nun sehr schnell in den RKI-Monitor aufzunehmen, damit ein realistisches Bild der Lage entsteht. „Dies ist umso wichtiger, als das Maß der Einschränkungen auch an der Impfquote festgemacht wird“, sagte der KV-Chef. (di)

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Kommission fordert Grippeimpfung auch für gesunde Kinder

© Getty Images

STIKO-Empfehlungen

Kommission fordert Grippeimpfung auch für gesunde Kinder

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland
Junge Frau spricht mit einer Freundin im Bus

© Getty Images

Update

Impflücken bei Chronikern

Chronisch krank? Grippeimpfung kann Leben retten

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland
Grippeschutz in der Praxis – Jetzt reinhören!

© Viatris-Gruppe Deutschland

Update

Neue Podcast-Folgen

Grippeschutz in der Praxis – Jetzt reinhören!

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Zeitaufwand pro Verabreichung von Natalizumab s.c. bzw. i.v.

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Familienplanung und Impfen bei Multipler Sklerose

Sondersituationen in der MS-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Biogen GmbH, München
Impfungen – ob Influenza oder Reisezeit

© Springer Medizin Verlag GmbH

Impfungen – ob Influenza oder Reisezeit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Protest vor dem Bundestag: Die Aktionsgruppe „NichtGenesen“ positionierte im Juli auf dem Gelände vor dem Reichstagsgebäude Rollstühle und machte darauf aufmerksam, dass es in Deutschland über drei Millionen Menschen gebe, dievon einem Post-COVID-Syndrom oder Post-Vac betroffen sind.

© picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Symposium in Berlin

Post-COVID: Das Rätsel für Ärzte und Forscher

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Gehäufte Infektionen in Südengland

Meningitis B: Das sind Warnzeichen – das ist zu tun

Lesetipps
Eine Ärztin zieht eine Impfung auf, eine ältere Frau sieht sich die Spritze an.

© Angelov / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)

Vergleich der Kreise

Wo sich besonders wenige Senioren gegen Pneumokokken impfen lassen