COVID-Impfkampagne

Kinder erhielten Moderna: Prüfungen nach Panne in Kreis Olpe

Nach der fehlerhaften Verimpfung des Moderna-Impfstoffs an Kinder wird der Fall im Impfzentrum nun intern aufgearbeitet. Wie viele Kinder am Sonntag Moderna erhalten haben, sei noch unklar.

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In Olpe haben offenbar einige Kinder im Impfzentrum Moderna verimpft bekommen. Für Kinder ist bisher nur das Präparat von BioNTech zugelassen.

In Olpe haben offenbar einige Kinder im Impfzentrum Moderna verimpft bekommen. Für Kinder ist bisher nur das Präparat von BioNTech zugelassen.

© Frank Rumpenhorst / dpa / picture alliance

Attendorn. Nach der Panne um Impfungen jüngerer Kinder mit dem Impfstoff Moderna im Kreis Olpe wird der Fall dort intern aufgearbeitet. Dazu würden sich „sehr zeitnah“ der ärztliche sowie der organisatorische Leiter des Impfzentrums, Landrat Theo Melcher (CDU) sowie „alle weiteren Personen von Belang“ austauschen, sagte eine Sprecherin der Kreisverwaltung am Montag.

Am Sonntag hatte der Kreis über eine „fehlerhafte Verimpfung“ des Vakzins an mehrere Kinder informiert, denn für sie ist bisher nur das Präparat von BioNTech zugelassen. Wie viele Kinder am Sonntag Moderna erhalten haben, sei noch unklar, sagte die Sprecherin.

Ob „nur“ eine Medizinische Fachangestellte (MFA) oder weitere Personen im Impfzentrum am Sonntag Kindern Moderna spritzten, müsse ebenfalls noch geklärt werden. Der Fehler war der impfenden MFA selbst aufgefallen, wie der Kreis berichtet hatte. Die Eltern der betroffenen Kinder seien sofort über den Vorfall informiert worden. Eltern zweier betroffener Kinder sollen Anzeige wegen Körperverletzung gestellt haben.

Im Gespräch mit der ärztlichen Leitung des Impfzentrums sei ihnen mitgeteilt worden, dass für Moderna die Zulassung für Kinder bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) beantragt sei. Der Moderna-Impfstoff Spikevax® ist bisher in der EU für Menschen ab zwölf Jahren zugelassen.

Bei den Kindern, die Moderna bekamen, waren nach Angaben des Kreises zum Zeitpunkt des Verlassens des Impfzentrums keine Auffälligkeiten festzustellen. Auf Wunsch der Eltern sei der Vorfall der Polizei angezeigt worden.

Die EMA hatte im November grünes Licht für die Zulassung des Corona-Impfstoffs von BioNTech/Pfizer für Kinder ab fünf Jahren gegeben. Es ist der erste Corona-Impfstoff, der in der EU für Kinder unter zwölf Jahren zugelassen ist. (dpa/lnw)

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