Bayern

Klinikreform: Bayerns Gesundheitsministerin pocht auf Bundes-Finanzhilfe

Die gute Versorgungsstruktur in Bayern gerade im ländlichen Raum sei jetzt durch die Verweigerungshaltung im Bund akut gefährdet, warnt Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach.

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München. Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) und die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) dringen gemeinsam auf sofortige Finanzhilfen der Bundesregierung für die Krankenhäuser und auf Korrekturen an der Krankenhausreform.

Gerlach betonte nach Angaben ihres Ministeriums am Freitag in München anlässlich eines Gesprächs unter anderen mit der ersten BKG-Vorsitzenden Tamara Bischof: „Bundesgesundheitsminister Lauterbach muss jetzt endlich handeln und verhindern, dass es wegen Finanzierungslücken und Liquiditätsengpässen bei den Betriebskosten zu einem Kliniksterben kommt. Ohne Finanzhilfe des Bundes wird es aber genau dazu kommen.“

Bischof warnte: „Die Lage in den Kliniken und bei den Krankenhausträgern spitzt sich immer weiter zu. Die Frage nach Defizitausgleichen und Existenzsicherung beherrscht derzeit die Diskussionen, weil die Inflation in den regulären Erlösen bisher nicht berücksichtigt ist. Die gute Versorgungsstruktur in Bayern gerade im ländlichen Raum ist jetzt durch die Verweigerungshaltung im Bund akut gefährdet.“

Gerlach forderte zudem erneut Korrekturen bei der geplanten Krankenhausreform: „Wir als Länder benötigen bei der Zuweisung der geplanten Leistungsgruppen an Krankenhausstandorte Beinfreiheit, um Gefahren für die flächendeckende Versorgung im Einzelfall verhindern zu können.“ (eb)

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