Rückgang um 42 Prozent

Studie AOK Nordost: Zweitmeinung führt zu weniger Rücken-Operationen

Zweitmeinung wirkt – zu diesem Schluss kommt die AOK Nordost in Bezug auf Rückenoperationen. Deren Zahl sei bei Teilnehmern des Zweitmeinungsprogramms RückenSpezial deutlich zurückgegangen.

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Berlin. Eine Studie der AOK Nordost belege „erstmals valide, dass Zweitmeinungsverfahren dazu führen, potenziell unnötige Rückenoperationen zu vermeiden“, heißt es in einer Mitteilung der Krankenkasse.

Der Analyse zufolge ging bei Patienten, die an dem Zweitmeinungsprogramm RückenSPEZIAL teilnahmen, die Zahl der tatsächlich durchgeführten Operationen am Rücken um 42 Prozent zurück.

Noch weniger in den Op mussten Männer und Frauen, die auf ärztliche Empfehlung eine intensive und abgestimmte Behandlung durch verschiedene Fachärzte und Therapeuten erhielten. Diese sogenannte interdisziplinär-multimodale Schmerztherapie ist Teil des Zweitmeinungsprogramms.

„Was bisher nur eine Vermutung war, haben wir jetzt bewiesen: Zweitmeinungsverfahren können die Mengendynamik bei potenziell nicht angemessenen Operationen eindämmen“, so Dr. Christoph Wagner, Gesundheitsökonom im Bereich Versorgungsmanagement der AOK Nordost, der die Evaluation durchführte.

In signifikant vielen Fällen könne eine Kombination verschiedener konservativer Behandlungsverfahren eine Operation ersetzen. In die Studie flossen die Behandlungsverläufe von 216 Versicherten ein. (eb)

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