Baden-Württemberg

Zweitmeinung am häufigsten bei Brustkrebs nachgefragt

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Kornwestheim/Heidelberg. Versicherte vieler Betriebskrankenkassen in Baden-Württemberg können seit 2018 nach einer Krebsdiagnose eine Zweitmeinung am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg in Anspruch nehmen. Am häufigsten wurde seither die Zweitmeinung bei Brustkrebs (59,7 Prozent), Prostata- (16 Prozent) und Eierstockkrebs (6,5 Prozent) eingeholt.

In fast 90 Prozent der Fälle seien die Erstmeinung und die Therapie bestätigt worden, teilen das NCT und die BKK Vertragsarbeitsgemeinschaft (BKK VAG) mit. Ziel der Kooperation sei es, dass die Patienten nach Einholen einer Zweitmeinung in Heidelberg wieder wohnortnah von ihren Ärzten betreut werden. Angaben zur Zahl der Versicherten, die das Angebot genutzt haben, machen die Kooperationspartner nicht. Allerdings sei die Nachfrage im ersten Halbjahr des Jahres durch die Pandemie um 80 Prozent eingebrochen.

Mittlerweile nähmen aber wieder mehr Versicherte eine Zweitmeinung, deren Kosten ihre BKK übernimmt, in Anspruch, heißt es. Das NCT habe aufgrund der Besonderheit des Krankheitsbildes in rund zehn Prozent der Fälle ganz oder teilweise die Weiterbehandlung übernommen, berichten die Vertragspartner. Zwei Patienten seien eine laufende Studie des NCT eingeschlossen worden.

Beim NCT Heidelberg handelt es sich um eine gemeinsame Einrichtung des Universitätsklinikums Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums. In der BKK VAG sind 58 Betriebskrankenkassen zusammengeschlossen. (fst)

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