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Ärzte ohne Grenzen hilft in Birma

RANGUN (dpa). In Birma ist gestern ein Flugzeug mit Hilfsgütern von Ärzte ohne Grenzen gelandet. Die Verteilung der Mittel wird vor Ort von einheimischen Helfern organisiert, sagte eine Mitarbeiterin in Rangun.

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Ärzte ohne Grenzen ist seit 1992 in Birma tätig und hat dort rund 40 ausländische und 1200 einheimische Mitarbeiter. Es ist eine der wenigen Organisationen, die mit rund 100 birmanischen Mitarbeitern bis in das Katastrophengebiet vordringen konnte. Insgesamt seien dort 15 Ärzte-Teams unterwegs, sagte Mitarbeiterin Julie Niebuhr. Die Organisation habe bereits 50 000 Betroffene mit Plastikplanen und Reis erreicht. "Es ist möglich, auch unter diesen Umständen zu helfen", versicherte sie. Seuchen gebe es noch nicht. Das Risiko sei aber groß.

Die Hilfsorganisation Oxfam befürchtet eine Fortsetzung des Massensterbens, wenn die Überlebenden nicht bald mit sauberem Wasser und Sanitäranlagen versorgt werden. Bei den unhygienischen Zuständen in den Notunterkünften sei der Ausbruch von Seuchen nur noch eine Frage der Zeit.

Nach Angaben der Militärjunta ist die Zahl der Toten durch den Zyklon Nargis jetzt auf fast 30 000 gestiegen. Eine Mitarbeiterin einer Hilfsgruppe der EU-Kommission berichtete aus Laputta im Herzen der Irrawaddy-Deltaregion, dass allein dort bis zu 40 000 Menschen während des Zyklons umkamen.

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