Daten aus München

Bei jedem dritten E-Roller-Unfall ist Alkohol im Spiel

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Unfall mit E-Scooter. Wer keinen Helm trägt, riskiert ein schweres Schädelhirntrauma mit massiven Folgeschäden, warnen Ärzte aus München. (Symbolbild)

Unfall mit E-Scooter. Wer keinen Helm trägt, riskiert ein schweres Schädelhirntrauma mit massiven Folgeschäden, warnen Ärzte aus München. (Symbolbild)

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München. Bei mehr als einem Drittel der Unfälle mit einem E-Roller ist einer Münchner Untersuchung zufolge erhöhter Alkoholkonsum im Spiel. Das teilte das Universitätsklinikum rechts der Isar der Technischen Universität (TUM) am Freitag mit. Die Mediziner warnen zudem vor schweren Kopfverletzungen und mahnen, beim Fahren mit E-Scootern einen Helm zu tragen.

Eine Forschergruppe um Professor Chlodwig Kirchhoff und Dr. Michael Zyskowski hatte rund zehn Monate lang Unfallursachen und Verletzungen aller Patienten untersucht, die nach einem E-Roller-Unfall in die Notaufnahme kamen. Die Ergebnisse: Mehr als die Hälfte aller Verletzungen betraf Kopf, Hals und Gesicht. 36 Prozent der Patienten waren zum Unfallzeitpunkt teils stark alkoholisiert. Jeder Vierte musste operiert werden.

Als „besonders dramatisch“ werteten die Ärzte, dass nur einer von insgesamt 60 Betroffenen einen Helm getragen hatte. Es gibt keine gesetzliche Helmpflicht, obwohl E-Scooter bis zu 20 Stundenkilometern schnell werden. Das sei ein alarmierendes Zeichen, warnten die Mediziner. Wer keinen Helm trage, riskiere schwere Schädelhirntraumen mit massiven Folgeschäden.

„Ein E-Scooter ist ein Verkehrsmittel, genauso wie ein Auto“, betonten die Experten. Zudem müsse das Fahren geübt werden: üben, vorsichtig fahren und vor allem sein Tempo kennen. „Übungsfahren auf einem Parkplatz zum Beispiel können dabei helfen, den E-Scooter besser zu beherrschen.“ (dpa/lby)

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