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Das metabolische Syndrom - daran kommt kein Arzt vorbei

Beim Metabolischen Syndrom geht es um das Gesamtrisiko eines Menschen und darum, Organschäden zu vermeiden.

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Das Konzept des Metabolischen Syndroms mag Kritiker haben. Aber, so meinen die Herausgeber des gleichnamigen Buches, die Professoren Alfred Wirth aus Bad Rothenfelde und Hans Hauner als München, es sei doch ein Unterschied, ob man die Therapie bei einem Patienten zum Beispiel auf den Diabetes mellitus fokussiert oder ob man diese Krankheit als Teilkomponente einer Systemstörung auffasse. 

Die jetzt vorgelegte zweite Auflage ist von den Autoren aktualisiert und überarbeitet worden. Ausgehend von der Begriffsdefinition werden die Zusammenhänge zwischen viszeraler Adipositas, Dyslipidämie, Glukosestoffwechselstörungen und Hypertonie erklärt sowie praxisrelevante Schlussfolgerungen gezogen. Die Wechselwirkungen zwischen Metabolischem Syndrom (MetS) auf der einen und den Einzelkomponenten wie Insulinresistenz, Adipositas oder auch Störungen der Hämostase auf der anderen Seite werden jeweils in gesonderten Abschnitten erläutert. 

Dass die Prävention des MetS hohe Priorität hat, bemerkt man an der Reihenfolge der Kapitel. Bereits im zweiten Buchabschnitt geht es um Kinder und Jugendliche, obwohl das Vollbild des MetS bei ihnen selten ist. Unter adipösen Jugendlichen allerdings ist das MetS verbreitet. 

Das Buch ist nicht nur ein Mega-Review der Literaturdaten. Die Autoren geben Zielwerte für die Nährstoffaufnahme an, man findet Empfehlungen, wie bei Diabetikern oder bei Menschen mit koronarer Herzkrankheit einem MetS vorgebeugt werden kann und wie Empfehlungen umgesetzt werden. Begriffe wie Selbstmanagement, Selbstwirksamkeit, Motivation und Stressbewältigung werden mit Leben erfüllt. Ob man es Metabolisches Syndrom nennt oder nicht - an dem Problem kommt kein Arzt vorbei. (ner)

Alfred Wirth, Hans Hauner (Hrsg.): Das Metabolische Syndrom. Springer Medizin/Urban & Vogel Verlag, 2. Auflage 2010, 259 Seiten, Preis: 29,95 Euro, ISBN 978-89935-257-3

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