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Die Duftmarke: Honorarverhandlungen

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Wie bitte? 3,85 Prozent mehr? Und dafür der ganze Lärm? Dass an der KBV-Spitze nun Köpfe rollen müssten – sicher etwas überzogen.

Doch ohne jede Konsequenz sollte die eklatante Zielverfehlung auch wieder nicht bleiben. Wie wär’s: Der Vorstand legt zusammen und heuert einen echten Profi an. Wer dafür infrage kommt? Natürlich nur einer – the One and Only: Claus Weselsky!

Der Vorsitzende der Eisenbahnergewerkschaft GDL ist die Dicke Bertha der Tarifauseinandersetzung – unverrückbar und durchschlagstark. Den zutiefst beleidigten Auftritt beherrscht Weselsky meisterhaft. Gilt es doch, statt „unter den Kronleuchtern des Festsaals einer Berliner Nobelherberge“ (F. Knieps) gequälte Miene zu schieben, glaubwürdig unterbezahlt und ausgebeutet ins Rampenlicht zu treten.

Und wer poltert beängstigender proletarisch los, sobald eine Kamera sich auf ihn richtet, als der Lokomotivführer mit dem veritablen Bluthochdruck und der waffenscheinpflichtigen Dialektfärbung? Eben.

Wo der hemdsärmelige Sachse den Hebel ansetzt, da stehen alle Räder solange still, bis die Gegenseite weich wird. Weselsky liefert! Antrag an die Vertreterversammlung: Umgehend Abwerbeverhandlungen mit der GDL aufnehmen (können sich schon mal warm anziehen – die Kassen).

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