Corona-Pandemie

Geister gegen Masken-Muffel

Die Gespenster sind los: Wer in Indonsien ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt wird, dem droht der „Pocong“ die Leviten zu lesen.

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Mitarbeiter der indonesischen Gesundheitsbehörden, verkleidet als „Pocong“-Geister.

Mitarbeiter der indonesischen Gesundheitsbehörden, verkleidet als „Pocong“-Geister, klären Passanten über die Corona-Maskenpflicht und Abstandsregeln auf.

© Tatan Syuflana/AP/dpa

Makarta. Ganz schön gruselig: In Indonesien setzen die Behörden jetzt Geister ein, um die Gesundheitsprotokolle der Corona-Pandemie durchzusetzen. Mehrere weiß verhüllte und mit Gespenster-Masken ausgestattete Mitarbeiter haben unter anderem auf einem Markt in der Millionenstadt Tangerang über Maskenpflicht und Abstandsregeln aufgeklärt, wie örtliche Medien berichteten.

Die in dem südostasiatischen Inselstaat als „Pocong“ bekannten Geister sollen die Opfer von COVID-19 repräsentieren. Auf Schildern war zu lesen „Meine Maske schützt Sie, Ihre Maske schützt mich“ und „Maske tragen, Hände waschen, Abstand halten“.

Pocong sind der Legende nach Leichname, deren Körper bis auf das Gesicht in weißen Stoff gehüllt sind. Über ihrem Kopf und an den Füßen ist dieser zusammengebunden. Das Gesicht der Pocong ist von Verwesung gezeichnet, die Augen bestehen nur aus leeren Höhlen. Es soll sich um Tote handeln, deren Seele noch keine Ruhe gefunden hat.

Das besonders schwer von der Pandemie betroffene Indonesien macht schon länger mit kuriosen Abschreckungs- und Strafaktionen Schlagzeilen. So mussten Menschen, die ohne Maske erwischt wurden, etwa in einem Holzsarg „probeliegen“. Auch der Glaube an übernatürliche Kräfte wird immer wieder genutzt, um die Menschen auf Linie zu bringen: So mussten Regelbrecher in verlassenen Häusern ausharren, von denen es hieß, dass es dort spuke. (dpa)

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