Berlin

Gesundheitskarte für Flüchtlinge senkt Ausgaben

Veröffentlicht:

BERLIN. Entlastet sieht Berlin seine Sozialbehörden durch die Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte an Flüchtlinge. Wie hoch die Einsparungen in Euro sind, konnte die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales in der Antwort auf eine Anfrage zweier SPD-Abgeordneter nicht sagen – dazu lägen dem Senat "zum jetzigen Zeitpunkt keine Daten vor". Im Behördendeutsch verklausuliert hieß es: "Durch Einführung der Gesundheitskarte werden die Leistungsbehörden von zusätzlichen Vorsprachen aufgrund von aufkommenden medizinischen Bedarfslagen seitens der Leistungsberechtigten entlastet."

Seit Anfang 2016 werden alle neu ankommenden Flüchtlinge mit der Gesundheitskarte ausgestattet. Bis Ende des vergangenen Jahres hätten dann auch alle "Altfälle" die Karte erhalten. Aus diesem Grund wurde mit Beginn des Jahres 2017 die Ausgabe des grünen Behandlungsscheins beendet, der bisher als Behandlungsgrundlage bei Arztbesuchen diente.

An der Gesundheitskarte beteiligen sich in Berlin die DAK (mit einem Karten-Anteil von momentan 50 Prozent), die AOK Nordost (32 Prozent), die BKK VBU sowie die Siemens-Betriebskrankenkasse (jeweils neun Prozent). Nach Angaben des Senats wurden im ersten Quartal 2016 3500 Personen mit der Gesundheitskarte betreut, im dritten Quartal waren es schon fast 26.000.

Das Land hat im vergangenen Jahr fast 3,4 Millionen Euro für Verwaltungskosten an die Kassen überwiesen. Insgesamt werden die Leistungsausgaben ohne Arztkosten auf 16,8 Millionen Euro beziffert, für das vierte Quartal liegen dabei nur Schätzzahlen vor. (juk)

Ihr Newsletter zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Glasglobus und Stethoskop, eingebettet in grünes Laub, als Symbol für Umweltgesundheit und ökologisch-medizinisches Bewusstsein

© AspctStyle / Generiert mit KI / stock.adobe.com

Klimawandel und Gesundheitswesen

Klimaschutz und Gesundheit: Herausforderungen und Lösungen

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein MRT verbraucht viel Energie, auch die Datenspeicherung ist energieintensiv.

© Marijan Murat / dpa / picture alliance

Klimawandel und Gesundheitswesen

Forderungen nach Verhaltensänderungen und Verhältnisprävention

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

© Frankfurter Forum für gesellschafts- und gesundheitspolitische Grundsatzfragen e. V.

Das Frankfurter Forum stellt sich vor

Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Systematisches Review

Kortikosteroide bei schwerer Pneumonie wahrscheinlich nützlich

Lesetipps
Eine Frau fässt sich mit den Händen an die Brust

© Art_Photo / stock.adobe.com

Unterschiede der Geschlechter

Herzinfarkte und Ischämie bei Frauen: Was ist wirklich anders?