Mecklenburg-Vorpommern

Integration von qualifizierten Flüchtlingen

Ein zentrales Servicebüro will Flüchtlinge aus Gesundheitsberufen im Arbeitsmarkt integrieren.

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NEUBRANDENBURG. Flüchtlinge aus Gesundheitsberufen werden in Mecklenburg-Vorpommern gezielt unterstützt, damit sie ihre berufliche Kompetenz im Nordosten einbringen können.

Zuständig ist das vom Land geförderte "Health and Care Office" in Neubrandenburg, das seit Jahresbeginn 60 Teilnehmer aus verschiedenen Ländern aufgenommen hat. Stärkste Gruppe unter den Gesundheitsberufen sind die Ärzte, gefolgt von Zahnärzten, Apothekern und Krankenpflegern. Auch Medizinstudenten sind unter ihnen.

Außer um die sprachliche Qualifizierung kümmert sich das Büro um Besuche in Gesundheitseinrichtungen, damit die Flüchtlinge praktische Einblicke in das deutsche Gesundheitswesen erhalten.

In Kürze sind Besuche im Neubrandenburger Ärztehaus und im Klinikum geplant. Krankenhausgesellschaft und Landes-KV sind in das Projekt eingebunden, damit nach der sprachlichen Qualifizierung schnell Praktika angeboten und Mentoren aus den jeweiligen Fachbereichen gefunden werden können.

Die berufliche Qualifikation der Flüchtlinge wird in Mecklenburg-Vorpommern in der Erstaufnahmeeinrichtung abgefragt. Anschließend wird versucht, Menschen mit pflegerischem und medizinischem Hintergrund möglichst in Greifswald und Neubrandenburg unterzubringen, wo auf den Beruf zugeschnittene Integrations- und Sprachkurse stattfinden.

Gesundheitsministerin Birgit Hesse (SPD) begrüßte das Projekt bei einem Besuch in Neubrandenburg. "Die Aufgaben liegen darin, Fachkräfte für das Gesundheitswesen zu gewinnen und zu binden", sagte Hesse.

Im vergangenen Jahr wurden in Mecklenburg-Vorpommern 23.080 Flüchtlinge neu registriert. (di)

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