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TK-Umfrage

Jedes sechste Schulkind war schon von Mobbing betroffen

In vielen Schulen sind Beschimpfen und Beleidigungen an der Tagesordnung, hat eine Studie der Techniker Krankenkasse ergeben. Ein Präventionsprojekt soll Abhilfe schaffen.

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Mobbing auf dem Schulhof: Für 16 Prozent aller Schulkinder wurde das schon zur Realität.

Mobbing auf dem Schulhof: Für 16 Prozent aller Schulkinder wurde das schon zur Realität.

© Christian Schwier / stock.adobe.com

Hamburg. Dauerhaftes Ausgrenzen, Beschimpfen und Beleidigen: Mobbing und Cybermobbing sind auch nach der Coronapandemie ein großes Thema an den Schulen. Laut einer aktuellen Befragung von Schülerinnen und Schülern im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) ist fast jedes sechste Schulkind (15,7 Prozent) von Mobbing betroffen. Das hat die TK am Montag mitgeteilt.

Jeder Zehnte (10,1 Prozent) gibt an, schon mal selbst Andere gemobbt zu haben. Das ist ein Ergebnis des Evaluationsberichts zum bundesweiten Mobbing-Präventionsprojekt „Gemeinsam Klasse sein“, der heute von der Techniker Krankenkasse in Kooperation mit der Beratungsstelle Gewaltprävention der Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg veröffentlicht wurde.

Betroffene leiden noch Jahre später

„Für die Betroffenen ist Mobbing eine sehr große Belastung. Die gesundheitlichen Auswirkungen reichen von Kopf- und Bauchschmerzen bis hin zu Angstzuständen und Depressionen. Viele Heranwachsende leiden noch Jahre später unter ihren Mobbingerfahrungen“, so Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK. „Gemeinsam Klasse sein“ will über Mobbing und Cybermobbing aufklären sowie die Klassengemeinschaft stärken.

Die Evaluation zeige, dass Prävention nachweislich Wissen und Kompetenzen im Umgang mit Mobbing stärkt. So geben 90 Prozent der Schülerinnen und Schüler an, ihr Wissen zu Mobbing und Cybermobbing durch die Teilnahme an „Gemeinsam Klasse sein“ gesteigert zu haben. Rund 87 Prozent fühlten sich besser in der Lage, beginnendes Mobbing zu erkennen und rund 88 Prozent würden eher versuchen, einer von Mobbing betroffenen Person zu helfen.

Regeln für den Umgang

Die große Mehrheit der Befragten (74,4 Prozent) ging außerdem nach der Teilnahme am Projekt davon aus, dass Mobbing in Zukunft in der Klasse durch das Projekt verhindert würde. So wurden beispielsweise nach Angaben von mehr als neun von zehn Befragten (91,4 Prozent) nach dem Projekt klare Regeln zum sozialen Umgang miteinander festgelegt, zum Beispiel in Klassenchats. (kaha)

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