Konzepte gegen Mobbing in der Liebe

MÜNCHEN (ddp). Mobbing ist nicht nur am Arbeitsplatz ein Thema. Kränkungen werden auch in Liebesbeziehungen eingesetzt, um die eigenen Interessen zu stärken, sagt der Psychoanalytiker und Autor Wolfgang Schmidbauer.

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Diese Strategie führe jedoch zu nichts. Mit positiver Kritik komme man viel eher zum Ziel.

Meistens fängt es mit kleinen kritischen Äußerungen an und endet oft im großen Zerwürfnis. Viele meinen, ihren Partner im Alltag erziehen zu können. Mit einem vorwurfsvollen Unterton oder verletzender Kritik versuchen sie, das Verhalten des anderen zu ändern. Der wiederum rächt sich auf seine Art.

"Beim Mobbing gibt es meist nie eine klare Täter-Opfer-Struktur. Letztendlich fühlen sich beide als Opfer", sagt Schmidbauer, Autor des Buches "Mobbing in der Liebe. Wie es dazu kommt und was wir dagegen tun können".

Schnell gerate das Paar in einen Teufelskreis. Denn anstatt sein Verhalten zu ändern, ziehe sich der gescholtene Partner mehr und mehr zurück. Schimpfe eine Frau beispielsweise darüber, dass ihr Mann ihr zu wenig Aufmerksamkeit widme, führe ewiges Gezeter nicht zum langen Gespräch.

"Der Mann zieht sich weiter zurück, vermutlich wird sich bald darauf die Frau sexuell verweigern. Dann wird der Mann aus Wut ihre Haushaltsführung kritisieren. Die Situation wird immer schwieriger", sagt Schmidbauer.

Eine gute Beziehung zeichne sich hingegen dadurch aus, dass beide Partner die Fähigkeit besitzen, trotz Schwächen im Wesentlichen das Gute im anderen zu sehen. Der Schlüssel zum Erfolg laut Schmidbauer: Lob statt Kränkung.

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