Studie

Kuscheln ist im Alter wichtiger als Sex

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ROSTOCK. Zärtlichkeit wird im Vergleich zum Sex mit zunehmenden Alter für Senioren nach Forscherangaben immer bedeutender.

 Wie Britta Müller von der Universität Rostock am Montag berichtete, räumten 91 Prozent der 74-jährigen Männer und 81 Prozent der gleichaltrigen Frauen Zärtlichkeit einen wichtigen Platz in ihren Partnerschaften ein.

Geschlechtsverkehr spielte nur bei 61 Prozent der Männer und 21 Prozent der Frauen eine bedeutende Rolle.

Für die vieljährige Studie waren in drei Erhebungswellen 194 Senioren aus Heidelberg, Leipzig und Rostock jeweils im Alter von 63, 67 und 74 Jahren befragt worden.

Sie lebten über den gesamten Studienverlauf hinweg in stabilen Partnerschaften. (dpa)

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Dr. Horst Grünwoldt

Kuschel-Sex

Das ist nicht überraschend, was Frau B. Müller von der Universität Rostock nach vierjähriger Studie herausgefunden hat: auch die über 70-jährigen Frauen und Männer lieben den Austausch von (körperlichen) Zärtlichkeiten!
Da sieht man mal die lebenslange Bedeutung der angenehmen Emotionen, die durch bloße Streicheleinheiten und liebevolle Umarmungen bei Vertrauten auf den 2 m2 menschlicher Haut ausgelöst werden.
Immerhin mögen beinahe zwei Drittel der (gesunden) Männer auch weiterhin sexuelle Aktivitäten; wohingegen nur noch jede fünfte Frau in der Alterskohorte daran Freude hat. Diese Diskrepanz dürfte aber doch der Beweis dafür sein, daß es das der Männlichkeit ebenfalls zugesprochene (hormonelle) Klimakterium so nicht gibt.
Natürlich zeknittert auch die männliche Haut und werden die Knochen brüchiger mit allmählich abnehmender Hormonproduktion; nur eben ein paar Jahre später, wenn der Kerl gesundheitlich auf sich geachtet hat.
Mag das auch ein wichtiger Scheidungsgrund für beide Geschlechter in der Mitte des menschlichen Lebens sein?
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock


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