Investitionen

Milliarden Euro für die Bildung von Mädchen

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Paris. Im weltweiten Kampf gegen die Benachteiligung von Frauen und Mädchen wollen Geber bei einem Pariser Spitzentreffen neue Zusagen in Höhe von 40 Milliarden US-Dollar (rund 33,7 Milliarden Euro) machen. Das teilte UN-Women, die Frauenorganisation der Vereinten Nationen, in der Nacht zum Donnerstag mit. Rund 23 Milliarden Dollar sollen von der öffentlichen Hand kommen, 13 Milliarden Dollar von privaten Gebern und die restlichen vier Milliarden Dollar von Mäzenen.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte zum Auftakt am Mittwoch per Videobotschaft angekündigt, Deutschland werde für das internationale Aktionsbündnis „Wirtschaftliche Gerechtigkeit und Rechte“ weitere 140 Millionen Euro investieren. Damit würden dann 240 Millionen Euro als deutscher Beitrag zusammenkommen. „Das sind Investitionen, die insbesondere der Bildung von Mädchen sowie fairen Arbeitsbedingungen und der Stärkung der Eigentumsrechte von Frauen zugutekommen“, hatte Merkel gesagt.

Im Kampf gegen die Benachteiligung von Frauen wendet die Stiftung von Bill und Melinda Gates 2,1 Milliarden US-Dollar auf. Das Spitzentreffen zur Gleichstellung von Frauen und Männern läuft noch bis zum Freitag in der französischen Hauptstadt. (dpa)

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Dr. Thomas Georg Schätzler

MÄDCHEN, JUNGCHEN, DIVERSCHEN?

Was mir bei "Milliarden Euro für die Bildung von Mädchen" sauer aufstößt: Es gibt in unserer deutschen Sprach- und Alltagskultur keine Gender-gerechten Ausdrucksformen für jüngere Frauen, Männer, Diverse bzw. Kinder.

Immer stehen die (großen) JUNGEN der Verkleinerungsform der (kleine) MÄDCHEN gegenüber. Im Englischen heißt es BOY/GIRL (mit Tendenz zum diskriminierenden girlie). Im Französischen heißt es neutral FILLE et GARÇON bzw. petite garçon und petite fille.

Aber selbst © Linguee Wörterbuch, 2020, übersetzt nicht korrekt: Da werden garçons pl m— mit Jungen pl · Jungs pl [ugs.] · Burschen pl
und dagegen
filles pl f—Mädchen pl · Girls pl · Mädels pl [ugs.] übersetzt. Vom korrekten Gegensatzpaar Mädchen/Bübchen ist nicht die Rede.

Im Österreichischen Sprachraum gibt es die Gegensatzpaare MÄDCHEN/BÜBCHEN, Bub/Mad oder Büberl/Madl.

Der fehlerhafte Deutsche Sprachgebrauch entlarvte sich vollends, wenn die diminuierende Ausdrucksweise
Jungen/Mädchen/Diverschen
Platz greifen würde.

Die Benachteiligung von Frauen und Mädchen, für die GeberInnen bei einem Pariser Spitzentreffen neue Zusagen in Höhe von 40 Milliarden US-Dollar (rund 33,7 Milliarden Euro) gemacht haben sollen, wie UN-Women, die Frauenorganisation der Vereinten Nationen mitteilt, wird durch die deutschsprachige Diskriminierung und Geringschätzung von jungen Frauen als "Mädchen" eher zementiert, als überwunden.

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund


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