Gesellschaft

Mit 19 Jahren: Doktorand der Informatik und Medizinstudent

Der Lebenslauf von Sebastian Weingärtner hört sich fast unfassbar an: Neben der Schule studierte er Informatik und als Ausgleich zur Doktorarbeit will er nun Medizin studieren.

Veröffentlicht: 17.05.2011, 16:33 Uhr
Mit 19 Jahren: Doktorand der Informatik und Medizinstudent

Nach der Schule die Doktorarbeit: Sebastian Weingärtner

© privat

MANNHEIM (mm). In Mannheim hat der vermutlich bundesweit jüngste Doktorand seine Doktorarbeit begonnen. Sebastian Weingärtner ist gerade 19 geworden und ist Medizin-Informatiker.

Seine Arbeit schreibt er am Lehrstuhl für Computerunterstützte Klinische Medizin der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg.

Doktorarbeit über MRT

Doch damit nicht genug: Derzeit denkt der junge Mann darüber nach, parallel zu seiner wissenschaftlichen Arbeit noch ein Medizinstudium zu absolvieren. In seiner Doktorarbeit wird sich Weingärtner mit der Bildgebung mittels Magnetresonanztomografie (MRT) beschäftigen.

Informatik hat Sebastian Weingärtner an der Universität Würzburg studiert - parallel zur Schule. Sein Diplom hielt er fast gleichzeitig mit seinem  Abiturzeugnis in den Händen. 

Die Doppelbelastung hat seinem Notendurchschnitt nicht geschadet: Seine Schule verlieh ihm einen Preis für das beste Abitur (Note 1,1) und auch das Studium schloss er nur mit Bestnoten ab.

Zwei Tage pro Woche studiert

Er habe Schule und Studium nicht als zu große Herausforderung empfunden, berichtet Weingärtner. Zwei Tage in der Woche ließ er sich für das Studium freistellen.

Besonders das Studium, in dem alle Fächer einen naturwissenschaftlichen Kontext hatten, fiel ihm leicht. Denn vor allem hier liegt die besondere Stärke von Sebastian Weingärtner - "In Deutsch hatte ich eine zwei minus."

Trotz seiner besonderen Begabung und schon fast "unheimlichen" Erfolge ist der junge Mann auf dem Teppich geblieben. Neben Schule und Studium ist es Sebastian Weingärtner wichtig, Zeit für Hobbys, Freunde und seine Freundin zu finden.

Im Sport sieht er einen wichtigen Ausgleich zur Kopfarbeit: "Beim Sport denkt man nicht viel nach. Das tut einfach gut, mal richtig loszulassen und sich zu entspannen."

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