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Umfrage

Mütter stillen meist wegen gesundheitlicher Vorteile

Eine Umfrage unter Müttern zeigt: Es gibt beim Stillen noch immer viele Barrieren.

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BERLIN. Mütter auf der ganzen Welt stillen ihre Babys vor allem wegen der gesundheitlichen Vorteile für die Kinder. Das hat eine internationale Meinungsumfrage des Unternehmens Lansinoh Laboratories Inc. zum Thema Stillen unter 13.348 schwangeren Frauen und Müttern mit Kindern unter zwei Jahren ergeben.

Demnach gaben 88 Prozent der in Brasilien, China, Frankreich, Deutschland, Kolumbien, Mexiko, Kanada, Türkei, Großbritannien und den USA befragten Frauen an, aus gesundheitlichen Gründen zu stillen, obwohl viele persönliche und gesellschaftliche Stillbarrieren dagegen sprächen.

21 Prozent der Teilnehmerinnen waren sich einig, dass die größte Herausforderung beim Stillen Schmerzen sind. Dicht gefolgt von einem weiteren Fünftel, das sagt, mitten in der Nacht aufstehen zu müssen, sei das Schlimmste. Und jede siebte stillende Mutter weltweit stellte fest, wie anstrengend es ist, das Baby so oft anlegen zu müssen.

Sechs bis zwölf Monate Stillzeit

Die Mehrheit der Mütter in sieben von zehn Ländern empfindet sechs bis zwölf Monate Stillzeit als ideal, dazu gehört auch Deutschland. Mütter in Frankreich halten drei bis sechs Monate für ausreichend; ein Viertel aller Französinnen meint gar, null bis drei Monate seien schon genug.

In der Türkei möchten über 40 Prozent länger als zwölf Monate stillen, mehr als ein Drittel schafft das auch. Die WHO rät, dass Kinder bis zu einem Alter von sechs Monaten ausschließlich gestillt werden sollten.

In China und Frankreich finden je 45 Prozent, Stillen in der Öffentlichkeit sei peinlich. Auf der anderen Seite meint die Mehrzahl der Mütter in Großbritannien, den USA, in Mexiko und Brasilien, Stillen in der Öffentlichkeit sei ganz natürlich.

16,5 Prozent der hier befragten Frauen sagten, es sei peinlich, in der Öffentlichkeit zu stillen; 48 Prozent meinen, es sei absolut natürlich, 32 Prozent finden es unvermeidbar und weitere 4 Prozent finden es schlichtweg falsch.

Eine selbstbewusste Aussage treffen Frauen in Deutschland, wenn man sie fragt, ob sie sich schuldig fühlen würden, wenn sie nicht stillten. Denn im Gegensatz zu allen anderen Ländern verneint die Mehrheit von 62 Prozent diese Frage.

"Diese Umfrage zeigt große kulturelle Unterschiede. Gleichzeitig wird deutlich, wie ähnlich und universell herausfordernd die Stillerfahrungen von Müttern sind: des Nachts zu Hause oder tagsüber unterwegs in der Öffentlichkeit und nicht zuletzt im und durch den Beruf", sagte Lansinoh-CEO Kevin Vyse-Peacock. (aze)

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