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Fans fiebern lange mit

Neue Auswertung zeigt körperliche Reaktionen beim Spiel Deutschland – Paraguay

Die WM ist für das deutsche Team schon vorbei. Doch das bedeutet nicht, dass die Forschung stillsteht: Ein Team der Uni Bielefeld untersucht Herzfrequenzraten von Fans während der Spiele. Die Partie gegen Paraguay war offenbar besonders emotional.

Dr. Miriam SonnetVon Dr. Miriam Sonnet Veröffentlicht:
Fan in Fußballtrikot

Ein Fußballspiel verlangt den Fans einiges ab. Herzfrequenz und damit Stress variieren stark während des Spiels.

© Halfpoint / Stock.adobe.com

Bielefeld. Bereits zuvor hatten Professor Christian Deutscher, Universität Bielefeld, und sein Team darüber berichtet, wie stressig ein Fußballspiel für die Fans sein kann. Hier stieg das Stressniveau der Zuschauer am Tag des Spiels – in diesem Fall das DFB-Pokalfinale zwischen Arminia Bielefeld und dem VfB Stuttgart – auf 44,2 Punkte.

Es war damit höher als an anderen Tagen. Und auch während des Spiels zeigten die ausgewerteten Smartwatch-Daten ein hohes Stressniveau, das in den ersten 15 Minuten des Spiels mit einer Herzfrequenz von 96 pro Minute am höchsten war.

Deutscher postete kürzlich auf seinem LinkedIn-Profil eine aktuelle Auswertung, in die Smartwatch-Daten der deutschen Fans beim Spiel Deutschland – Paraguay eingingen. Auch hier zeigte sich, dass ein Fußballmatch die Fans stressen kann, vor allem dann, wenn das Ergebnis relevant ist.

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Herzfrequenz beim Elfmeterschießen am höchsten

So reagierten die Zuschauerinnen und Zuschauer beim 0:1 durch Paraguay zunächst verhalten. „Mit dem Ausgleich zum 1:1 in der zweiten Halbzeit stieg die Spannung dann jedoch immer weiter an“, schreibt Deutscher.

Zu späterer Stunde blieb die Herzfrequenz der Fans hoch – ein Unterschied zu den vorangegangenen WM-Spielen der deutschen Nationalmannschaft. Die Herzfrequenz erreichte schließlich zu Beginn des Elfmeterschießens den höchsten Wert des Abends und stieg nach dem Ende noch einmal deutlich an.

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Den WM-Auftakt gegen Curaçao hingegen erlebten die Fans eher gelassen. „Weder vor noch nach dem Spiel zeigte sich ein auffälliges Schlafverhalten“, heißt es auf der Webseite der Uni Bielefeld. „Die Schlafdaten entsprachen weitgehend denen der entsprechenden Wochentage der Vorwoche. Auch die Stresswerte rund um das Spiel blieben unauffällig.“ Die Pulswerte variierten zwar während der Partie und insbesondere bei Toren. Allerdings lagen sie deutlich unter denen der Fans, die das DFB-Pokalfinale 2025 verfolgt hatten.

Anmeldung zur Studie nach wie vor möglich

Die Forschenden verfolgen weiter – trotz WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft – , wie die Fans der deutschen und anderer Mannschaften das Turnier erleben. Anmeldungen sind weiterhin möglich unter uni-bielefeld.de/wm-fieber.

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