Ehrung

Physik-Nobelpreis für sehr effiziente Leuchtdioden

Veröffentlicht:

STOCKHOLM. Für die Entwicklung effizienter Leuchtdioden erhalten drei gebürtige Japaner den Nobelpreis für Physik.

Isamu Akasaki, Hiroshi Amano und Shuji Nakamura bekommen die Auszeichnung für die Erfindung von Dioden, die blaues Licht aussenden. Diese ermöglichen helle und energiesparende Lichtquellen.

In Signalanzeigen, Autolichtern und Smartphones etwa gibt es diese LED (lichtemittierende Dioden) bereits. Die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften gab ihre Entscheidung über die Preisträger in Stockholm bekannt.

"Rote und grünes LEDs gibt es schon viele Jahre, aber die blauen fehlten wirklich noch", sagte Per Delsing, Vorsitzender des Nobel-Komitees für Physik. "Wenn man diese drei Farben vereint, bekommt man weißes Licht. Das ist etwas, das schon Isaac Newton gezeigt hat." Die Dioden haben eine hohe Energieeffizienz und eine sehr lange Lebenszeit.

Es sei "unglaublich" gewesen, zu hören, dass er auserwählt wurde, sagte Nakamura, als das schwedische Nobel-Komitee ihn während der Pressekonferenz anrief.

Nakamura, der 1954 in Japan geboren wurde und dort studierte, forscht an der Universität von Kalifornien in Santa Barbara. Nach Angaben der Akademie hat er die US-Staatsbürgerschaft.

Nach den Worten von Olle Inganäs vom Nobel-Komitee lassen sich LEDs auf viele Arten einsetzen.

"Diese Nutzung würde Alfred Nobel sehr glücklich machen. Wir sehen die Auswirkungen dieser Erfindung, wir sehen sie auf der Straße, überall."Anne L'Huillier, ebenfalls vom Nobel-Komitee für Physik ergänzte: "Das hier ist wirklich ein Preis für eine Erfindung.

Und bei diesen Preisen legen wir sehr viel Wert auf die Nützlichkeit der Erfindung."Die feierliche Überreichung der Auszeichnungen findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.

Im vergangenen Jahr hatten der Belgier François Englert und der Brite Peter Higgs den Physik-Nobelpreis für die Vorhersage des Higgs-Teilchens erhalten. (dpa)

Mehr zum Thema

Leitartikel

Kimmichs Impf-Bedenken und die Frage, wer was warum will

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Gekommen, um zu bleiben: Videosprechstunden sind erst mit Beginn der Pandemie von Vertragsärzten häufiger genutzt worden. Seither hat sich die Anzahl abgerechneter Videosprechstunden auf niedrigem bis mittlerem sechsstelligem Niveau im Monat eingependelt.

© Monika Skolimowska / dpa / pictu

Aktuelle Zi-Zahlen

Videosprechstunden auch 2021 auf erhöhtem Niveau

In vielen Kliniken bleibt kaum Zeit für die Weiterbildung, beklagen die jungen Ärzte.

© fizkes / stock.adobe.com

MB-Barometer offenbart

Ärztliche Weiterbildung in vielen deutschen Kliniken ein Fiasko!