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„ÄrzteTag“-Podcast

BVÖGD-Chefin Teichert: „Wir müssten die STIKO vielleicht vom RKI lösen“

„Endlich mal ein klares Wort!“, lobt die Vorsitzende des Amtsärzteverbands BVÖGD, Dr. Ute Teichert, die sächsische Impfempfehlung zur COVID-Impfung ab 12 Jahren. Und sie fordert im „ÄrzteTag“-Podcast, über die Strukturen der STIKO nachzudenken.

Denis NößlerVon Denis Nößler Veröffentlicht:
BVÖGD-Vorsitzende Dr. Ute Teichert

BVÖGD-Vorsitzende Dr. Ute Teichert

© BVÖGD

Dr. Ute Teichert, die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst (BVÖGD), hatte sich jüngst für die breite COVID-19-Schutzimpfung bei Teenagern ausgesprochen. Umso mehr lobt sie in dieser Episode vom „ÄrzteTag“-Podcast die neue Empfehlung der Sächsischen Impfkommission (SIKO) für eine generelle Impfung ab 12 Jahren: „Endlich mal ein klares Wort!“

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Eine bundesweite generelle Empfehlung gibt es seitens der Ständigen Impfkommission (STIKO) aber nach wie vor nicht. Von der Politik wird das seit Wochen gefordert. Solche Einmischungen findet Teichert „sehr schwierig, sie sind aber systembedingt“. Die Fachärztin für Öffentliches Gesundheitswesen fordert daher, über eine Reform der STIKO nachzudenken.

„Man müsste überlegen, wie die STIKO künftig aufgehängt ist, um ihre Neutralität und Unabhängigkeit zu sichern“, so Teichert. Die Geschäftsstelle der Kommission ist bekanntlich am Robert Koch-Institut (RKI) angesiedelt. Damit gerate die STIKO aber „in den Bereich Politik und Politikberatung“.

Auch brauche die Kommission hauptamtliche Strukturen, die die professionelle Arbeit der ehrenamtlichen Kommissionsmitglieder unterstützt, fordert Teichert. „Ehrenamt und Hauptamt ist ein Unterschied. Insofern müsste man die ganze Institution auf professionelle Beine stellen, weg vom Ehrenamt hin zu einer hauptamtlichen Beschäftigung.“ (Dauer: 15:34 Minuten)

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