„EvidenzUpdate“-Podcast

Impfen gegen die vierte Welle – wie Hausärzte das schaffen

Die Pandemie steht und fällt mit den Älteren. Deswegen müssen gerade sie und Menschen mit Risiken die Booster-Impfung erhalten. Ein etwas anderes „EvidenzUpdate“ darüber, wie das die Praxen schaffen.

Von Martin Scherer und Wolfgang Schneider-Rathert Veröffentlicht:
Impfen gegen die vierte Welle – wie Hausärzte das schaffen

© [M] sth | Scherer: Tabea Marten | Schneider-Rathert: privat

„Kollabieren die Hausärzte unter der vierten Welle?“ „Ansturm ist nicht zu bewältigen.“ Nur zwei von vielen Schlagzeilen in dieser Woche. Der Tenor aber ist immer derselbe: Die niedergelassenen Ärzte, allen voran die Hausärzte, schafften die Corona-Impfkampagne und besonders die COVID-19-Auffrischimpfungen nicht. Stimmt das überhaupt, oder gibt es nicht Tipps und Tricks, wie die Niedergelassen der Booster für die Booster sein können?

In dieser besonderen Ausgabe vom EvidenzUpdate-Podcast sprechen Wolfgang Schneider Rathert, Sprecher der DEGAM-AG Impfen, und DEGAM-Präsident Martin Scherer darüber, wie Hausärzte es doch schaffen können. Dazu gibt es Best Practices und Tipps aus erster Hand. (Dauer: 63:02 Minuten)

Anregungen? Kritik? Wünsche?

Schreiben Sie uns: evidenzupdate@springer.com

Mindmap: Yes, we can! Im Team – pragmatisch – digital

Mit freundlicher Genehmigung von Wolfgang Schneider-Rathert.

  • Überblick über den Mehraufwand verschaffen
    • Wie viele Impfungen stehen bis Jahresende an?
      • Rechnerisch 400 je voller Zulassung, abzüglich Impfteams, Gebietsärzte, etc.
  • Dann: Mehraufwand schlau stemmen!
    • Pragmatisch priorisieren, was aktuell verzichtbar/verschiebbar ist
      • Vorsorgen verschieben, dringende Vorsorgen z.B. an Uro/Derma überweisen; DMP & Check-ups sind kein Notfall!
      • Im Team ehrlich besprechen, in welchem Umfang Überstunden realistisch sind. Freitagnachmittag, Samstag?
      • Auf das Team hören – Teambesprechungen fallen nie aus!
      • Wenn du es eilig hast, gehe langsam!
    • Weiter im Team arbeiten
      • Corona-Auffrischungen analog zu praxistypischem Vorgehen bei Grippeauffrischungen denkbar?
      • Voranamnese und Impfung durch MFA.
      • MFA an den erhöhten Impfhonoraren angemessen beteiligen.
    • Ärger digitalisieren
      • Online-Terminvergabe für Impfungen.
      • Dort klar mitteilen, wer sich zur Impfung anmelden darf: Ü70, Ü60, alle.
      • Bei Nichteinhaltung digitale Verweigerung der Terminbestätigung nutzen.
      • Mit der Terminbestätigung gleich die ggf. auszudruckenden Formulare mitschicken.
      • KollegInnen fragen, welches System ihnen Freude macht.
    • Praxistipps
      • Auf Warteschleifenansage besprechen, dass Impftermine nur/bevorzugt online über die Praxis-Website buchbar sind.
      • Prominenter Link auf der Homepage zum Buchungssystem.
      • Nur Termine anbieten, für die zu 100 Prozent gesichert Impfstoff verfügbar ist.
        • Terminabsagen wegen Nichtlieferung sind Zeit und Motivationsfresser.
      • Alternative zu reinen Impfsprechstunden:
        • Terminkalender durchgucken und schauen, wer sowieso kommt.
        • Impfung vorbereiten.
        • Idealerweise die Analyse- und ggf. Erinnerungsfunktion der Praxissoftware zur Bedarfs- und Ablaufsteuerung nutzen.
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Dr. Petra Sandow, Allgemeinmedizinerin aus Berlin (links) und Ralph Köllges, niedergelassener Pädiater aus Mönchengladbach (rechts)

© [M] Privat; [M] Kateryna_Kon / stock.adobe.com; [M] Barbara Pheby / Fotolia.com

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Fokus auf Impfunschlüssige lohnt sich

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi Pasteur
Dr. Gabriela Loeff, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Praxis für Integrative Frauenheilkunde in Herrsching am Ammersee

© [M] Claudia Feyrer-Körner; Maksymiv Iurii / stock.adobe.com

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Tabuthema Scheidentrockenheit – Ursachen, Behandlung und hilfreiche Tipps

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Karo Pharma
Prof. Dr. Martin Storr, Gastroenterologe am Zentrum für Innere Medizin in Gauting und am Zentrum für Endoskopie in Starnberg

© [M] Privat; ricka_kinamoto / stock.adobe.com

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Reizdarmsyndrom: Weniger Beschwerden durch FODMAP-Diät und Phytotherapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

© designer491 / Getty Images / iStockphoto

Long-COVID

Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Long-COVID-Syndrom: Warum Frauen häufiger betroffen sind

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Infusionen bei Long-COVID

Long-COVID-Syndrom: Warum Frauen häufiger betroffen sind

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Viele positive Reaktionen auf Karl Lauterbachs Nominierung zum Bundesgesundheitsminister. Aber auch große Erwartungen.

© Michael Kappeler/dpa

Gesundheitsfachleute zum neuen Gesundheitsminister

„Wir als Ärzteschaft wissen, was wir an Lauterbach haben“

Scholz bringt Wissenschaft gegen Populismus in Stellung

© Michaela Illian

Leitartikel zum neuen Gesundheitsminister

Scholz bringt Wissenschaft gegen Populismus in Stellung