„ÄrzteTag“-Podcast

Streit ums KBV-Papier – „Gebote haben nicht geklappt!“

Mit dem Positionspapier zum Corona-Lockdown von der KBV und anderen wurden viele Ärzte vergrätzt – auch Nephrologen. Im „ÄrzteTag“ spricht DGfN-Präsident Jan Galle über die Grenzen von Geboten, Kliniken im Krisenmodus – und die Langfriststrategie.

Von Denis NößlerDenis Nößler Veröffentlicht:
Trägt auch im Flieger Maske: Hobbypilot und Nephrologe Professor Jan C. Galle

Trägt auch im Flieger Maske: Hobbypilot und Nephrologe Professor Jan C. Galle

© Jan C. Galle

Während die Republik im Lockdown ist, geht der Streit um ein Positionspapier weiter: das gemeinsame Dokument von KBV, einigen Verbänden und zwei Virologen. Darin fordern die Autoren einen behutsamen Umgang mit den Maßnahmen gegen die Pandemie, nicht einen Lockdown nach dem anderen, sondern eine langfristige Strategie. Etlichen Ärzteverbänden und Fachgesellschaften stößt das Dokument jedoch sauer auf, so auch den Nephrologen.

In dieser Episode vom „ÄrzteTag“-Podcast sprechen wir mit DGfN-Präsident Professor Jan Galle über das Papier und seine Kritik daran. Galle sagt, dass er etliches darin unterstützen könne. Nur die „Unzeit“ der Publikation stört ihn. Und der Stil, wie es zustande gekommen ist. Ein Gespräch über Lockdown versus Langfriststrategie. (Dauer: 25:43 Minuten)

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Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Dr. Thomas Georg Schätzler

Kakophonie von Ärzteverbänden und CORONA-"Gesundheits"-Politik (ver-)störend!

"Heute ist ein schwerer Tag", die Bundeskanzlerin nach der Bund-Länder-Konferenz am 28.10.2020. "Wir wissen, was wir den Menschen zumuten." Doch was ist 'Hier stehen wir und können nicht anders' für eine Botschaft der Politik angesichts steigender SARS-CoV-2-Infektionen/COVID-19-Erkrankungen, wenn nach Gutsherrenart ohne parlamentarische Abstimmung weite Bereiche des öffentlichen Lebens stillgelegt werden.

In der Medizin-Szene gibt es Zwietracht.
- Einerseits: Wenn die Nachverfolgbarkeit in 75% logistisch scheitert, gerät das Infektionsgeschehen bei COVID-19 außer Kontrolle.
- Andererseits wird die Abkehr von der individuellen Kontaktperso­nen­nach­verfolgung durch die Gesundheitsämter sowie die Einführung eines bundesweit ein­heitlichen Ampelsystems von KBV bzw. Prof. Dr. med. Hendrik Streeck/Jonas Schmidt-Chanasit gemeinsam mit vielen Ärzteverbänden als Alternativ-Papier favorisiert.

Die von Bund-/Länder-Chefs aufgebaute „Drohkulisse“ führe eher zur Ermüdung der Menschen im Land, denn zu einer Verbesserung der Wirksamkeit der vorgeschlagenen/angeordneten Maßnahmen, heißt es bei virologisch/infektionsepidemiologisch nicht ausgewiesenen Experten wie Professor Matthias Schrappe, Professor Gerd Glaeske und Kassenverbands-Chef Franz Knieps.

Aber sind die Forderungen der Bundesregierung/Länder nicht zu selbstherrlich, unbegründet und unverhältnismäßig autoritär? Die zu Grunde liegende Datenbasis ist erschreckend dürftig. Das Robert-Koch-Institut (RKI) liefert dazu eine verstörende Grafik:
bildschirmfoto_2020-10-22_um_15.27.08_original_original.jpg
Mit "Nationaler-Gesundheits-Lage"/unverhältnismäßigem Lockdown heizen Bund/Länder nur an, was sie vorgeben vermeiden zu wollen: Die CORONA-KAKOPHONIE mit bio-psycho-sozial-gesellschaftlich-juristischem Konfliktpotenzial.
https://www.doccheck.com/de/detail/articles/30089-corona-kakophonie

Dr.med.Schätzler,Dortmund

P.S.: Den obskuren "Ärzte für Aufklärung"-Verschwörungsverein lasse ich weg!


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