„ÄrzteTag“-Podcast

Wie Pflegebedürftigen die Klinik erspart werden könnte

Eine Herausforderung des demografischen Wandels ist die adäquate Versorgung pflegebedürftiger Senioren. Wie Klinikeinweisungen auf das wirklich nötig Maß reduziert werden könnten, erläutert Privatdozent Jörg Brokmann, Leiter des Projekts Optimal@NRW, im „ÄrzteTag“-Podcast.

Von Ruth NeyRuth Ney Veröffentlicht: 30.09.2020, 15:55 Uhr
Privatdozent Dr. Jörg Brokmann, Leiter der Notaufnahme an der Uniklinik RWTH Aachen.

Privatdozent Dr. Jörg Brokmann, Leiter der Notaufnahme an der Uniklinik RWTH Aachen.

© Universtitätsklinikum Aachen

Mit dem Innovationsfonds werden bundesweit Projekte gefördert, die über die bisherige Regelversorgung hinausgehen und dabei die sektorale Aufteilung des Gesundheitswesens – unter anderen in Kliniken, Praxen oder Pflegeeinrichtungen – überwinden sollen.

Ein solches über vier Jahre mit rund 15 Millionen Euro gefördertes Projekt ist das ganz frisch gestartete Projekt Optimal@NRW: Es zielt auf die optimierte Akutversorgung geriatrischer Patienten ab, denn die Zahl der Menschen über 65 Jahren, die pflegebedürftig sind, wächst stetig. Und ist ein Arzt in einem Pflegeheim nicht greifbar, werden oft Klinikeinweisungen veranlasst – kostspielig, aber auch für die älteren Patienten sehr belastend.

Ihre medizinische Versorgung soll daher künftig durch ein telemedizinisches Kooperationsnetzwerk über Sektorengrenzen hinweg verbessert werden – das ist dann rund um die Uhr aktiv. Was genau hinter dem Projekt steckt und wie damit konkret älteren, vor allem pflegebedürftigen Patienten geholfen werden soll, das erläutert Privatdozent Jörg Christian Brokmann im „ÄrzteTag“-Podcast. Er ist Leiter der Zentralen Notaufnahme des Universitätsklinikums Aachen und Koordinator des Projekts. (Dauer 17:15 Minuten)
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