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Bundesverband der Medizinstudierenden

102.000 Unterzeichner unterstützen die Forderung nach Reform des PJ

Die politische Interessenvertretung des Ärztenachwuchses übergibt Petition an das Gesundheitsministerium. Gefordert werden reguläre Arbeitsbedingungen und Vergütung.

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Berlin. Die angehenden Ärztinnen und Ärzte in Deutschland kämpfen um bessere Bedingungen im so genannten Praktischen Jahr. Der Übergang zwischen Studium und Berufsalltag soll endlich günstige Ausbildungsbedingungen und qualifizierte Lehre sowie eine ordentliche Vergütung bieten, heißt es in einer Petition, die die Bundesvertretung der Medizinstudierenden (bvmd) in Deutschland am Mittwoch an die Parlamentarische Staatssekretärin im Gesundheitsministerium Sabine Dittmar (SPD) übergeben hat. Die Petition hat rund 102.000 Unterzeichnende gefunden. Am 19. Juli waren rund 4.000 Medizinstudierende bei einem bundesweiten Aktionstag für ihre Anliegen auf die Straße gegangen.

Für ihr Forderungen haben die Nachwuchsmedizinerinnen und -mediziner prominente Unterstützung gewonnen. Zu den Erstunterzeichnenden der Petition gehören die Bundesärztekammer, der Marburger Bund, der Hartmannbund, der Spitzenverband Fachärzte Deutschland (SpiFa), die Chirurginnen e.V. und das Aktionsbündnis Patientensicherheit.

Arbeitsbedingungen und Vergütung

Konkret fordern die Medizinstudierenden ganz normale Arbeitnehmerrechte ein. Krankheits- und Fehltage sollen endlich getrennt abgerechnet werden können. Bislang gilt für das PJ laut Approbationsordnung ein Freizeitbudget von 30 Tagen, in dem Krankheits- und Fehltage zusammengeführt werden. Damit genießen die Studierenden nicht das Recht, sich regulär krankzumelden.. Zudem will der bvmd für die Medizinstudierenden eine Vergütung in Höhe des BAföG-Höchstsatzes erstreiten.

Eine weitere Forderung soll die Möglichkeiten der Studierenden, sich auf das Examen vorzubereiten verbessern. Dafür soll zwischen dem Ende des PJ und dem dritten Staatsexamen ein Mindestabstand von vier Wochen eingezogen werden. Ein weiterer Punkt der Petition bezieht sich auf die Ausbildung allgemein. Mentoring, Betreuung und Lehrveranstaltungen sollen wie in der Approbationsordnung vorgesehen zeitnah umgesetzt werden. (af)

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