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Sachsen

42 Millionen Euro für neuen Medizinstudiengang

Der neue Medizinstudiengang in Chemnitz soll dazu beitragen, die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum sicherzustellen. Das lassen sich Land und Bund einiges kosten.

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Chemnitz. Der im kommenden Wintersemester beginnende neue Medizinstudiengang in Chemnitz wird bis einschließlich 2023 rund 42 Millionen Euro kosten. Das geht aus den jetzt bekannt gewordenen Fördermitteln für die 50 neuen Studienplätze hervor. Demnach zahlt das Bundesgesundheitsministerium etwa 20,5 Millionen Euro, der Freistaat Sachsen steuert rund 21,5 Millionen Euro bei. Von 2024 an muss Sachsen den Studiengang komplett allein finanzieren.

Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU) sagte, der neue Modellstudiengang sei „eines von mehreren wichtigen Instrumenten, um die Ärzteversorgung im ländlichen Raum für die Zukunft abzusichern“. Der Studiengang ist ein Vorhaben der Technischen Universität Dresden, das am Klinikum Chemnitz angesiedelt wird. Das Krankenhaus ist neben den beiden Universitätsklinika in Dresden und Leipzig einer der drei Maximalversorger in Sachsen.

Ländliche Versorgung „hautnah“ kennenlernen

Schwerpunkte des Studiengangs sollen die frühzeitige Entwicklung klinisch-praktischer und interprofessioneller Kompetenzen sein, außerdem die versorgungsorientierte Forschung sowie die Vernetzung und Digitalisierung der Medizin. „Gerade in Zeiten einer globalen medizinischen Krisensituation halten wir an der Vision eines Medizinstudiums zur nachhaltigen Stärkung der regionalen medizinischen Versorgung umso mehr fest und setzen nun alles daran, den Studiengangstart optimal vorzubereiten“, sagt der Projektleiter des Studiengangs, Privatdozent Dr. Timo Siepmann.

Der Studiengang soll eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung im ländlichen Raum stärken, indem Versorgungskompetenzen von der Allgemeinmedizin bis hin zur stationären Behandlung vermittelt werden. Vorgesehen seien ein studienbegleitendes Mentoringprogramm und ein Lehrpraxen-Netzwerk, damit die Studenten die ländliche Versorgung „hautnah“ kennenlernen und sich möglichst für eine spätere Tätigkeit in der Region entscheiden. (sve)

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