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Epidemien

460 Millionen Dollar für die Impfstoff-Forschung

Schneller auf Epidemien wie Ebola oder Lassa zu reagieren: Das ist das Ziel einer neuen Allianz, die sich beim Weltwirtschaftsforum in Davos vorstellte. Dazu sollen neue Impfstoffe gezielt entwickelt werden.

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Künftig sollen Epidemien schneller eingedämmt werden, indem Impfstoffe rechtzeitig zur Verfügung stehen.

Künftig sollen Epidemien schneller eingedämmt werden, indem Impfstoffe rechtzeitig zur Verfügung stehen.

© Christian Ohde/picture-alliance

DAVOS. Zum Kampf gegen Epidemien wie Ebola oder Sars hat Microsoft-Gründer Bill Gates mit der Wellcome-Stiftung und auch der Bundesregierung eine millionenschwere Allianz gebildet. Ziel von CEPI (Coalition for Epidemic Preparedness Innovations) ist es, sichere und effektive Impfstoffe zu entwickeln, wie die Partner am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos bekanntgaben. "Das Ziel ist es, die Reaktionszeit zu verkürzen", sagte Gates dem "Handelsblatt".

Dafür stellen die Bill & Melinda Gates Foundation, Wellcome sowie die Regierungen von Deutschland, Japan und Norwegen 460 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Der deutsche Anteil liegt auf ein Jahr gerechnet bei 10 Millionen Dollar. Als erstes sollen je zwei Impfstoffe gegen das Mers-Virus sowie gegen Lassa-Fieber und das Nipah-Virus entwickelt werden.

"Die Ebola-Krise hat uns schmerzhaft die Lücken im internationalen Gesundheitssystem vor Augen geführt", sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) der Mitteilung zufolge. Nötig sei ein gut vorbereitetes Krisenmanagement. CEPI werde eine Schlüsselrolle in der Vorbeugung von Gesundheitskrisen spielen, zeigte sich Wanka überzeugt.

"Ebola und Zika haben gezeigt, dass die Welt tragischerweise nicht vorbereitet ist, um regionale Ausbrüche zu erkennen und schnell genug zu reagieren, um eine globale Pandemie zu verhindern", sagte Gates. "Ohne Investitionen in Forschung und Entwicklung werden wir auch auf die nächste Gefahr nicht vorbereitet sein."

Der Milliardär und reichste Mann der Welt finanziert mit seiner Stiftung auch den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Malaria und Tuberkulose. (dpa)

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