Berufspolitik

73b: Hausärzteverband hält an Ausstiegs-Strategie fest

KV-freie Vollversorgungsverträge mit Bereinigung der Gesamtvergütung - das bleibt das Ziel des Deutschen Hausärzteverbands.

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BERLIN (ble). Der Bundesvorstand des Deutschen Hausärzteverbands (DHÄV) hält an der innerverbandlichen Aufgabenteilung beim Abschluss von Hausarztverträgen nach Paragraf 73b SGB V fest. Danach entscheiden die Landesverbände bei Verhandlungen mit regionalen Krankenkassen, der Bundesverband bei überregionalen Kassen. Das bekräftigte DHÄV-Chef Ulrich Weigeldt auf dem 32. Deutschen Hausärztetag seines Verbandes in Berlin.

Der Entschlusss zu dieser Strategie sei im November 2008 von Bundesvorstand und Landesvorständen gefällt worden. Ziel des Hausärzteverbands sind demnach Vollversorgungsverträge unter Ausschluss der KVen und mit Bereinigung der Gesamtvergütung. Hintergrund ist der Rücktritt des stellvertretenden zweiten Bundesvorsitzenden Andreas Petri. Als Vorsitzender des sachsen-anhaltinischen Landesverbandes hatte dieser gemeinsam mit der KV einen Hausarztvertrag unterzeichnet und Weigeldt Einmischung in Angelegenheit des Verbandes vorgeworfen (wir berichteten). Auf eine Wahl eines Nachfolgers verzichteten die Delegierten vorerst.

Als Gastrednern des Hausärztetages forderte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) die Bundesländer zu einer Änderung ihrer Hochschulpolitik im Medizinstudium auf. "Die Länder müssen die Studienkapazitäten anheben", forderte Schmidt auf dem 32. Deutschen Hausärztetag in Berlin. Auf jeden Studienplatz kämen fünf Bewerber. Der Numerus clausus dürfe nicht länger das entscheidende Kriterium für den Zugang zum Medizinstudium sein, forderte die Ministerin. Als Grund führte sie den schon heute spürbaren Ärztemangel an. "Wir brauchen jeden, der bereit ist, in die Medizin zu gehen", sagte Schmidt.

Lesen Sie dazu auch: Ulla Schmidt macht Hausärzten Hoffnung Sachsen-Anhalts Hausärzte fühlen sich gemaßregelt

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