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AOK Bayern: Erst kommt der Patient, dann das Honorar

MÜNCHEN (sto). Beim Abschluss eines neuen Hausarztvertrages müssen nach Ansicht der AOK Bayern die Bedürfnisse der Patienten im Mittelpunkt stehen. Die Höhe des Honorars könne beim derzeitigen Stand der Verhandlungen deshalb "noch nicht" die entscheidende Rolle spielen.

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Eine fortentwickelte hausarztzentrierte Versorgung müsse sich stärker auf die Menschen konzentrieren, "die tatsächlich einen nennenswerten Versorgungsbedarf haben und nicht auf Gesunde", teilte die AOK Bayern am Montag zum Stand der Verhandlungen mit.

An diesen Zielen müssten sich auch Versorgungsinhalte messen lassen, die in einem Hausarztvertrag vereinbart werden sollen. Darüber hinaus sei für die AOK wichtig, wie Kosten für unnötige Leistungen reduziert werden können.

Diese Herausforderungen seien bei den Verhandlungen noch nicht gelöst. Die Frage, ob ein Hausarztvertrag auf alter oder neuer Rechtsgrundlage geschlossen werden soll, stehe aus Sicht der AOK deshalb derzeit nicht im Vordergrund.

"Gleichwohl geht die Kasse davon aus, dass ein neuer Hausarztvertrag auf der Basis neuen Rechts geschlossen werden muss", heißt es in der AOK-Mitteilung.

In diesem Zusammenhang betont die AOK zugleich, dass das Regelhonorar bayerischer Hausärzte auch ohne Hausarztvertrag mit einem durchschnittlichen Fallwert von mehr als 60 Euro pro Quartal fast ein Drittel über dem Bundesschnitt liege.

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