Jamaika-Sondierungen

AOK Nordost fordert klare Digitalstrategie

Die AOK Nordost fordert von den Jamaika-Koalitionsunterhändlern eine klare Strategie zum Ausbau der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Dafür will sie eigene Erkenntnisse und Erfahrungen zur Verfügung stellen.

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BERLIN. Beim viel beschworenen digitalen Wandel macht die AOK Nordost schon mit. Die Erfahrungen, die sie mit digitalen Versorgungs- und Serviceangeboten wie Telemedizin-Programmen für Herzinsuffizienz-Patienten und Diabetiker, telebasierten Reha-Nachsorgeschulungen, Online-Videosprechstunden und dem digitalen Prämienprogramm "FitMit AOK" gesammelt hat, möchte sie nun auch dem künftigen Gesetzgeber zur Verfügung stellen.

"Auf unserem Weg der digitalen Transformation haben wir die Hürden in der Praxis erlebt", sagt AOK-Vorstand Frank Michalak. In einem jetzt veröffentlichten, 20-seitigen Positionspapier hat die Kasse deshalb die aus ihrer Sicht wichtigsten Erkenntnisse aus der Praxis zusammengetragen. "Diese Punkte müssen sich in einer klaren Strategie des Gesetzgebers zum Ausbau der Digitalisierung im Gesundheitswesen wiederfinden", so Michalak.

Zu den "besonders wichtigen Themen" zählt die Kasse unter anderem die Stärkung der Patientensouveränität, die Qualitätssicherung und Nutzenbewertung von digitalen Gesundheitsprodukten, die Weiterentwicklung der Nutzung von Sozialdaten für die Versorgungsforschung, die Förderung der Telemedizin und Lockerung des Fernbehandlungsverbotes sowie die Schaffung einheitlicher Rechts- und Kommunikationsgrundlagen für digitale Lösungen im Gesundheitswesen.

Übergeordnete Ziel müsse dabei sein, Patienten auch künftig die bestmögliche Versorgung zu bieten. "Für die versicherten Menschen zählt bei der Wahl eines digitalen Produkts insbesondere dessen erfahrbarer Mehrwert", so Michalak in einer Mitteilung. Versicherte müssten die Gewissheit haben, dass Datenschutz und Datensicherheit bei den Anwendungen stets gewährleistet werden. (juk)

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