Darmkrebs

AOK Nordost setzt auf frühe Vorsorge

Darmkrebsfrüherkennung wird jetzt für Männer schon ab 40 und Frauen ab 45 Jahren bezahlt.

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BERLIN. Männer ab 40 und Frauen ab 45 Jahren können in Berlin eine Darmkrebsfrüherkennung auf Kosten der Krankenkasse nutzen, wenn sie bei der AOK Nordost versichert sind. Einen entsprechenden Vertrag hat die AOK mit der KV Berlin geschlossen.

"Die rechtzeitige Inanspruchnahme einer Koloskopie ist wichtig, denn sie macht es möglich, dass der Krebs ausreichend früh erkannt wird", sagt die Berliner KV-Chefin Dr. Margret Stennes. Wenn ein Darmkrebs-Risiko frühzeitig erkannt wird, besteht den Angaben zufolge eine Heilungschance von rund 90 Prozent.

Als gesetzliche Regelleistung der Kassen ist die erste Darmspiegelung zur Vorsorge derzeit ab 55 Jahren vorgesehen. Über eine Senkung dieser Altersgrenze wird im Gemeinsamen Bundesausschuss diskutiert. Ab Ende 2018 könnte die präventive Koloskopie laut AOK Nordost schon Männern ab 50 Jahren zustehen.

Die Kasse weist aber darauf hin, dass das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, schon ab dem 40. Lebensjahr zunehme. Dabei seien Männer unter anderem auf Grund ihres Gesundheitsverhaltens eher betroffen als Frauen.

"Wir wollen unsere Versicherten noch mehr für die Darmkrebsvorsorge sensibilisieren. Dieses erweiterte Angebot ist nicht nur für Menschen mit familiärer Vorbelastung sinnvoll.

Es sollte von jedem Einzelnen möglichst früh in Anspruch genommen werden", so Stefanie Stoff-Ahnis von der AOK Nordost. Seit Einführung der Früherkennung 2002 ist die Zahl der Neuerkrankungen stark zurückgegangen, doch wird das Angebot nicht ausreichend angenommen. (ami)

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