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Zwei Millionen Euro zurückgeholt

AOK Nordwest registriert weniger Falschabrechnungen

In den Jahren 2020 und 2021 haben die Ärzte in Schleswig-Holstein und Westfalen-Lippe in geringerem Maße falsch abgerechnet als in den Jahren zuvor, berichtet die AOK Nordwest.

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Dortmund. Die AOK Nordwest hat für die Jahre 2020 und 2021 in Schleswig-Holstein und Westfalen-Lippe mehr als zwei Millionen Euro von Leistungserbringern wegen falscher Abrechnungen zurückgeholt. Das waren deutlicher weniger als die 3,8 Millionen Euro in den Jahren 2018 und 2019.

Der Schwerpunkt des ermittelten Fehlverhaltens lag erneut im Bereich der häuslichen Krankenpflege. Allein hier beliefen sich die falsch abgerechneten Leistungen auf 1,1 Millionen Euro. Die Kassenexperten konnten Pflegediensten nachweisen, dass sie nicht erbrachte Leistungen abgerechnet haben oder Leistungen, die von nicht qualifizierten Kräften durchgeführt wurden.

Wegen falsch abgerechneter Arznei- und Verbandmittel holte sich das siebenköpfige Ermittlerteam der AOK Nordwest 445.000 Euro zurück, bei Krankenhausbehandlungen waren es 131.000 Euro. Behandlungen durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte spielten keine nennenswerte Rolle.

Die Kasse wird nicht müde, für Westfalen-Lippe die Einrichtung einer Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität im Gesundheitswesen zu fordern. In anderen Regionen wie Schleswig-Holstein, Bayern oder Hessen habe sich eine solche Maßnahme bewährt, so die AOK Nordwest. (iss)

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