Direkt zum Inhaltsbereich

AWO fordert finanzielle Unterstützung für Pflege-Azubis

Wer keinen Ausbildungsplatz mit Landesförderung bekommt, muss bis zu 10.000 Euro zahlen.

Veröffentlicht:

KIEL (di). Unter dem Motto "Wir stricken gemeinsam an der Zukunft der Pflege" sollen junge Menschen im Norden für den Pflegeberuf begeistert werden. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) fordert mehr finanzielle Unterstützung für die Auszubildenden.

"Noch immer steht jedes Jahr eine begrenzte Zahl landesgeförderter Ausbildungsplätze zur Verfügung. Diese Plätze sind häufig bereits Anfang eines Jahres vergeben, obwohl die Ausbildung meist erst im Oktober beginnt", kritisiert AWO-Landesgeschäftsführer Michael Selck.

Auszubildende, die nicht aus diesem Kontingent gefördert werden, müssen die Kosten selbst tragen - drei Jahre lang ein monatliches Schulgeld von 290 Euro. Dies summiert sich auf über 10.000 Euro, die für die Ausbildung an Schulgeld gezahlt werden müssen.

Die AWO sieht darin ein Hindernis für die Ausbildung von Fachkräften in ausreichender Zahl. Mit einer Kampagne will sie junge Menschen für den Pflegeberuf interessieren.

Zum Auftakt informieren rund 100 Auszubildende über ihre persönlichen Erfahrungen in der Pflege. Selck will mit der Kampagne Menschen mit unterschiedlichen beruflichen Werdegängen, vielfältigen Qualifikationen und verschiedenen Herkunftsländern ansprechen.

Im Laufe des Jahres soll an insgesamt 50 Standorten Schleswig-Holsteins gemeinsam mit anderen Beteiligten für den Beruf geworben werden. Dabei wird drei Auszubildenden für drei Jahre ein Schulplatz für die Ausbildung in der Pflege finanziert.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Beispiele zum Durchklicken

Auffälliges EKG: Was steckt hinter diesen 13 Fällen?

Früherkennung von Geschlechtskrankheiten

Kein Screen & Treat bei mukosalen STI!

Schädel-Hirn-Traumata

Was Kopfbälle für das Demenzrisiko bedeuten

Lesetipps
Ein Blick in die aktuelle Isolationsstudie SOLIS100, die in Zusammenarbeit mit der ESA durchgeführt wird. Sechs Personen sind für 100 Tage in einem Raum isoliert ohne Kontakt nach außen bis auf terminierte Mission-Controll-Telefonate und 30 Minuten Kontakt zu Freunden und Familie pro Woche über Telefon/Videoanruf.

© DLR

Raumfahrtmediziner im Porträt

Jens Jordan – ein Arzt für Weltall und Erde

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer