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Behandlungsprogramme

Acht Millionen DMP-Patienten eingeschrieben

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BONN. Die Zahl der Teilnehmer an Disease-Management-Programmen ist im vergangenen Jahr gestiegen. Ende vergangenen Jahres waren 7,94 Millionen Patienten in eines oder mehrere der sechs Programme eingeschrieben – rund 215.000 mehr als im Jahr zuvor. Das geht aus dem Jahresbericht 2016 des Bundesversicherungsamts hervor.

Mit rund 4,1 Millionen Teilnehmern sind mit Abstand die meisten Patienten in das DMP Diabetes Typ 2 eingeschrieben. Im Vorjahr legte ihre Zahl um rund 93.000 zu. Auch im KHK-Programm stieg die Teilnehmerzahl, und zwar um etwa 45.000 auf 1,83 Millionen.

Geringfügig geringer fiel mit 40.000 Versicherten der Zuwachs im Asthma-DMP aus (923.000). Mehr Teilnehmer gab es auch im COPD-DMP (744.000) und im Diabetes Typ 1-Programm. Einzig im Brustkrebs-Behandlungsprogramm waren mit 108.000 rund 3000 Patientinnen weniger eingeschrieben als 2015.

Die große Koalition hat mit dem Versorgungsstärkungsgesetz den Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) beauftragt, neue geeignete Krankheiten für weitere DMP festzulegen. Der Gesetzgeber wünscht sich vor allem für Rückenleiden und Depressionen entsprechende Richtlinien.

Obwohl der Gesetzgeber eine Festlegung bis Ende 2016 gefordert hat, steht der Beschluss im GBA aus. Mittlerweile hat der Ausschuss das IQWiG damit beauftragt, Leitlinienrecherchen unter anderem zu den Indikationen Herzinsuffizienz, rheumatoide Arthritis, Osteoporose vorzulegen – diese liegen inzwischen vor.

Nach Darstellung des BVA sind die Beratungen zur Indikation Herzinsuffizienz bisher am weitesten fortgeschritten. Herzinsuffizienz war bisher als Modul Bestandteil der DMP-Indikation KHK und soll nun in eine eigene DMP-Indikation überführt werden.(fst)

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