Herzinsuffizienz

GBA beschließt neues DMP

Die KBV lobt den Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses, ein DMP für Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz auf den Weg zu bringen.

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BERLIN. Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat ein Disease-Management-Programm (DMP) für Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz auf den Weg gebracht. Das teilt die KBV mit. Sie habe ein entsprechendes DMP bereits 2013 beantragt und begrüße die Entscheidung außerordentlich.

Das derzeit noch bestehende Modul Herzinsuffizienz wird demnach aus dem DMP Koronare Herzkrankheit in ein eigenes DMP Herzinsuffizienz überführt. Laut KBV werde der Beschluss zum neuen DMP Herzinsuffizienz voraussichtlich im August 2017 gefasst.

Das neue DMP habe das Potenzial, maßgeblich zu einer besseren medizinischen Versorgung beizutragen, wird KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen zitiert. Zudem zeige ein Blick auf andere chronische Erkrankungen, dass die stationären Fallzahlen bei DMP-Indikationen gesenkt werden konnten.

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hatte in einer Studie belegt, dass Patienten mit chronischen Erkrankungen wie einer Herzinsuffizienz von einer intensiven ambulanten Behandlung profitieren. Mit knapp 433.000 stationär behandelten Patienten im Jahr 2014 sei die Erkrankung dem Zi zufolge nun der zweithäufigste Aufnahmegrund nach der Schwangerschaft. (eb/aze)

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