Ärzte im Norden finden CDU-Papier "wenig konkret"

Veröffentlicht:

BAD SEGEBERG (di). Das Positionspapier der CDU/CSU Bundestagsfraktion erfordert aus Sicht der Ärzte eine Nachsteuerung. Nach Auffassung des KV-Vorstands in Schleswig Holstein bleiben viele Aussagen zu unkonkret.

"Aussagen zur Einzelleistungsvergütung, zur Eigenbeteiligung des Versicherten und zur Kostenerstattung fehlen völlig. Es ist beängstigend, so etwas aus der Feder der Union zu lesen", sagte KV-Chefin Dr. Ingeborg Kreuz auf der jüngsten Abgeordnetenversammlung.

Das Papier enthält nach ihrer Ansicht zwar auch positive Ansätze, sei aber in wichtigen Teilen wenig konkret. Als Beispiel nannte sie die Formulierung, die Regelleistungsvolumen für Ärzte sollten "auskömmlich" sein.

Die Vorschläge im Papier etwa zur Nachwuchsförderung und zur Förderung der Attraktivität des Arztberufes hält Kreuz für begrüßenswert. Allerdings dürften die dazu erforderlichen Maßnahmen nicht aus der Gesamtvergütung bezahlt werden, stellte Kreuz klar.

Kritik gab es von einzelnen Abgeordneten am Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses, die bessere Vergütung von Hausbesuchen aus dem Gesamttopf der Hausärzte und damit ohne zusätzliche Finanzmittel zu bezahlen.

Hausärzte empfinden dies als Mogelpackung. Der KV Vorstand sieht in Anbetracht der Gesetzeslage aber keine Chancen, hierfür zusätzliche Mittel von den Kassen zu fordern.

Sinnvoll ist die vom Bewertungsausschuss getroffene Regelung nach Ansicht des KV-Vorstands nur dort, wo das RLV nicht ausgeschüttet wird.

In Schleswig Holstein erwartet man nun eine Ausweitung der Hausbesuche und als Folge ein absinkendes RLV um rund fünf Prozent. Eine Mengenbegrenzung der Hausbesuche ist erst ab dem vierten Quartal 2011 möglich.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Im alten Praxisverwaltungssystem kennen Arzt, Ärztin und Team jeden Kniff. Nach dem Wechsel will vieles neu gelernt sein. Auf die Dauer kann es sich dennoch lohnen, sich für ein neues, modernes System zu entscheiden, wenn der Wechsel gut vorbereitet ist.

© kozirsky / stock.adobe.com

Kollegen-Tipps zum PVS-Umstieg

Praxisverwaltungssystem erfolgreich wechseln: Auf diese Punkte kommt es an