Ab 1. April mehr Geld für Haus- und Heimbesuche

BERLIN (hom). Haus- und Heimbesuche von Ärzten sollen ab dem 1. April deutlich besser vergütet werden als bisher. Darauf hat sich der Bewertungsausschuss aus Ärzten und Krankenkassen in Berlin verständigt.

Veröffentlicht:
Zu Besuch im Pflegeheim: Ärzte bekommen dies ab dem 1. April 2011 deutlich besser vergütet.

Zu Besuch im Pflegeheim: Ärzte bekommen dies ab dem 1. April 2011 deutlich besser vergütet.

© klaro

Der Einigung waren lange und schwierige Verhandlungen zwischen Vertretern der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen vorausgegangen.

Am Ende einigten sich beide Seiten darauf, Haus- und Heimbesuche künftig aus dem Regelleistungsvolumen (RLV) herauszunehmen und zum vollen Preis der Euro-Gebührenordnung (Euro-EBM) zu honorieren.

KBV-Vorstand Dr. Carl-Heinz Müller bezeichnete den Beschluss als guten Kompromiss, von dem vor allem ältere Patienten, aber auch deren Ärzte profitierten.

Bereits getroffene regionale Vereinbarungen zur Förderung von Heimbesuchen durch Ärzte blieben von der beschlossenen bundesweiten Neuregelung aber unberührt.

Der Sprecher des GKV-Spitzenverbands, Florian Lanz, betonte, "die Initiative zur Besserstellung der Haus- und Heimbesuche" sei von der Kassenseite ausgegangen.

Ärzte und Kassen einigten sich zudem darauf, dass überproportionale Honorarverluste bei bestimmten Facharztgruppen wie Orthopäden, Augen- oder Hals-Nasen-Ohren-Ärzten finanziell ausgeglichen werden können.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Bessere Vergütung für Betreuung im Heim

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Ein angemessenes Honorar

Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Healthcare Hackathon

Wie KI zur echten Praxis- und Klinikhilfe wird

GKV-Daten

Typ-2-Diabetes und Depression folgen oft aufeinander

Postoperative Infektionen

Appendektomie: Vorsicht bei systemischen Glukokortikoiden!

Lesetipps
Professor Ferdinand Gerlach

© Wolfgang Kumm/dpa/picture alliance

Interview

Gerlach: „Es gibt keinen allgemeinen Ärztemangel und keine generelle Überalterung“

Gemälde von Menschen auf einer tropischen Insel, die um eine übergroße Mango tanzen.

© Preyanuch / stock.adobe.com

Kinetose

Mango, Musik, Medikamente – was gegen Reisekrankheit hilft

Die Ursache der Appendizitis des jungen Mannes war offenbar eine Aktinomykose, ausgelöst durch Actinomyces israelii, ein gram-positives anaerobes Bakterium, das als Kommensale in der Mundhöhle und auch im Gastrointestinaltrakt vorkommt.

© Dr_Microbe / stock.adobe.com

Untypisches Krankheitsbild

Kasuistik: Hinter dieser Appendizitis steckte ein Bakterium