Neue Vorsitzende

Ärztin Alena Buyx steht dem Ethikrat vor

Der Deutsche Ethikrat hat die Medizinethikerin Professor Alena Buyx zur neuen Vorsitzenden gewählt. Auf der Agenda des Rats ganz oben: der Immunitätsausweis.

Von Florian Staeck Veröffentlicht: 28.05.2020, 18:46 Uhr
Ärztin Alena Buyx steht dem Ethikrat vor

Die Ärztin und Medizinethikerin Alena Buyx ist zur neuen Vorsitzenden des Deutschen Ethikrates gewählt worden.

© Dirk Schnack

Berlin. Der Deutsche Ethikrat hat die 42-jährige Ärztin Professor Alena Buyx zur neuen Vorsitzenden gewählt. Sie folgt damit Professor Peter Dabrock nach, der im April aus dem Rat ausgeschieden ist.

Der Ethikrat war am Donnerstag zu seiner konstituierenden Sitzung in neuer Zusammensetzung zusammengekommen. Zu den Stellvertretern von Buyx wurden der Jurist Volker Lipp, der Philosoph Julia Nida-Rümelin und die theoretische Neurowissenschaftlerin Susanne Schreiber bestimmt.

Buyx ist seit 2018 Direktorin des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin sowie Professorin für Ethik der Medizin und Gesundheitstechnologien an der Medizinischen Fakultät der TU München. Buyx hat sich 2013 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster habilitiert.

Mitglied des Ethikrats seit 2016

Zuvor war sie drei Jahre lang stellvertretende Direktorin des Nuffield Council on Bioethics in London gewesen. Außer Medizin hat sie auch Philosophie und Soziologie in München, York und London studiert. Buyx gehört dem Ethikrat seit 2016 an. Als Schwerpunkt ihres Engagements im Rat werden Medizin- und Forschungsethik sowie Public Health-Ethik genannt.

Das Gremium aus aktuell 24 Mitgliedern hat in seiner ersten Sitzung das künftige Arbeitsprogramm festgelegt. Danach will sich der Rat auf Bitten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zunächst mit den ethischen Aspekten einer möglichen Einführung von Immunitätsnachweisen für SARS-CoV-2 beschäftigen. Eine Ad-hoc-Empfehlung soll demnach noch vor der parlamentarischen Sommerpause publiziert werden.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble rief die Ratsmitglieder auf, sich „bewegten Zeiten“ weiter in ethische Debatten einzubringen. „Wir brauchen Politikberatung durch die Wissenschaft und eine ethisch fundierte Debatte“, zitiert der Ethikrat Schäuble in einer Mitteilung. (fst)

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