Regierungsantwort

Agentur hilft bei Suche nach 4200 Pflegekräften

Die Fachkräfteagentur soll helfen, bürokratische Hürden bei der Anwerbung von Pflegekräften aus dem Ausland zu vermindern. Das Angebot kommt an.

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Berlin. Die Deutsche Fachkräfteagentur für Gesundheits- und Pflegeberufe (DeFa) in Saarbrücken, die Kliniken und Heimen seit vergangenem Dezember bei der Rekrutierung von Pflegekräften im Ausland hilft, wird gut angenommen.

1200 Gesundheitseinrichtungen aus ganz Deutschland haben bei der DeFa um Unterstützung bei der Gewinnung von rund 4200 Pflegekräften gebeten, berichtet die Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD-Fraktion im Bundestag.

90 Prozent dieser sogenannten Interessensbekundungen kämen von Krankenhäusern, zehn Prozent von Pflegeeinrichtungen. Über die Hälfte der Anfragen wurden über private Personalservice-Agenturen lanciert, so die Regierung. Ende Dezember habe die Agentur Unterlagen für die Auftragserteilung versandt. Wie viele konkrete Aufträge für die DeFa daraus resultieren, sei noch nicht absehbar.

Die DeFa soll bei den Verwaltungsverfahren unterstützen, damit Pflegekräfte „zeitnah und mit vertretbarem Aufwand“ gewonnen werden können. Die Agentur wird aus Bundesmitteln finanziert und erhält je Antrag 350 Euro, um die Kosten für die Übernahme der Anträge auf Einreise, Anerkennung der Berufsausbildung und Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis zu finanzieren.

Aktuell konzentriert sich die Anwerbung auf Fachkräfte aus den Philippinen und aus Mexiko. Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen hätten „positive Erfahrungen mit der Integration dieser Pflegefachkräfte gemacht“, so die Regierung. Zeitnah werde geprüft, ob weitere Länder in das Programm aufgenommen werden.

Am Standort Saarbrücken sollen zwölf Mitarbeiter für die DeFa tätig sein. Ein Büro in Manila soll zwei Stelen erhalten. Für März ist zudem die Einrichtung eines DeFa-Büros in Mexiko-Stadt geplant, heißt es. (fst)

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