Direkt zum Inhaltsbereich

Aigner gegen schnelles Wegwerfen von Lebensmitteln

BERLIN (dpa). Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) will dem Wegwerfen von Lebensmitteln wegen falscher Vorstellungen über das Mindesthaltbarkeitsdatum entgegentreten.

Veröffentlicht:

"Lebensmittel sind kostbar - wir können es uns nicht leisten, dass jährlich viele Millionen Tonnen auf dem Müll landen", sagte Aigner zum Start eines Informationsvideos ihres Ministeriums am Donnerstag.

Sie betonte, dass Produkte noch viele Tage nach dem Ablauf einwandfrei und unbedenklich zu genießen seien. Anders sei es mit dem Verbrauchsdatum bei leicht verderblichen Lebensmitteln wie Hackfleisch, das nicht überschritten werden dürfe.

Angesichts von jährlich mehreren Millionen Tonnen weggeworfener Lebensmittel in Deutschland sehen Verbraucherschützer, Politik und Handel Aufklärungsbedarf beim Mindesthaltbarkeitsdatum.

Genauere Angaben zum Ausmaß der Verschwendung soll eine Studie bringen, deren Ergebnisse in diesem Jahr erwartet werden.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kolumne aus Berlin

Die Novelle der GOÄ kommt – echt jetzt?

Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt

Aufnahme ins Wählerverzeichnis zur Kammerversammlung: Nicht per Eilantrag

Das könnte Sie auch interessieren
Glasglobus und Stethoskop, eingebettet in grünes Laub, als Symbol für Umweltgesundheit und ökologisch-medizinisches Bewusstsein

© AspctStyle / Generiert mit KI / stock.adobe.com

Klimawandel und Gesundheitswesen

Klimaschutz und Gesundheit: Herausforderungen und Lösungen

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein MRT verbraucht viel Energie, auch die Datenspeicherung ist energieintensiv.

© Marijan Murat / dpa / picture alliance

Klimawandel und Gesundheitswesen

Forderungen nach Verhaltensänderungen und Verhältnisprävention

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

© Frankfurter Forum für gesellschafts- und gesundheitspolitische Grundsatzfragen e. V.

Das Frankfurter Forum stellt sich vor

Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Kommentare
Dr. Horst Grünwoldt 14.01.201200:30 Uhr

Ablauf oder Verfall?

Es gibt tatsächlich ein Verfallsdatum nur auf Fertigpackungen von Arzneimitteln!
So wie sich damit die PHARMAKA-Hersteller aus ihrer Verantwortung für Wirksamkeit oder sogar Schädlichkeit befreien ,-und vielleicht auch den Umsatz steigern -, geschieht dies auch bei den Produzenten von vollständig verpackten Nahrungsgütern nach geprüften Mindest-Lagerungsfristen und einer zeitlichen Sicherheits-Spanne darüber hinaus.
Bei Lebensmitteln obliegt es aber dem jeweiligen Filialleiter, ob er die "abgelaufene" Ware aus dem Regal nimmt und vernichten läßt, oder wegen nach wie vor guter Genuß- und Verzehrsfähigkeit an die Verbraucher mit einem deutlich reduzierten Preis abgibt.
Die Verantwortung für das gesundheitlich unbedenkliche Nahrungmittel ist damit zunächst auf den Verkäufer als sog. In-Verkehr-Bringer übergegangen. Er prüft und entscheidet vor allem darüber, daß noch keine Verderbnis eingetreten ist.
Sobald das verpackte Lebensmittel aber deutlich gekennzeichnet und lediglich wegen "Ablauf" der MHD als preisreduziert und damit "Sonderangebot" erscheint, geht das evtl. Risiko wegen mangelnder Frische schon auf den Käufer über.
Letztendlich entscheidet aber der mündige Verbraucher, ob er nach seiner eigenen Sinnenprüfung (sog. Organoleptik) das einzelne Erzeugnis in einer Fertigpackung noch nach Farbe, Geruch, Konsistenz und Geschmack zu Hause (bei der Öffnung) seinen Erwartungen entspricht, oder ob er das "Schnäppchen" wegen einiger Qualitäts-Einbußen doch besser nicht mehr verzehrt.
Bei loser Ware ohne Schutzumhüllung kann er das ja schon im Geschäft vor dem Kauf tun und ist damit "ad hoc" selbst hauptverantwortlich als Entscheider.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock

Sonderberichte zum Thema
Protest vor dem Bundestag: Die Aktionsgruppe „NichtGenesen“ positionierte im Juli auf dem Gelände vor dem Reichstagsgebäude Rollstühle und machte darauf aufmerksam, dass es in Deutschland über drei Millionen Menschen gebe, dievon einem Post-COVID-Syndrom oder Post-Vac betroffen sind.

© picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Symposium in Berlin

Post-COVID: Das Rätsel für Ärzte und Forscher

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung
Krisenkommunikation war Schwachpunkt in der Pandemie

© HL

Herbstsymposium der Paul-Martini-Stiftung

Krisenkommunikation war Schwachpunkt in der Pandemie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung

Corona-Pandemie

Lockdowns: Ein hoher Preis für den Nachwuchs

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Harnwegsinfekt bei einem Mann

© anut21ng Stock / stock.adobe.com

Leitlinie der Europäischen Gesellschaft für Urologie

Neue Klassifikation von Harnwegsinfektionen räumt mit Missverständnissen auf

Ein Säugling liegt auf dem Rücken auf einem Bett. Die Hände der Mutter streichen sachte über den Bauch des Kindes.

© Aurora Aesthetics / Generated with AI / Stock.adobe.com

Funktionelle gastrointestinale Störungen

Säuglingskoliken: Wie viel Schreien ist normal?