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Allgemeinmedizin soll im PJ gestärkt werden

HANNOVER (cben). Niedersachsen bereitet eine Bundesratsinitiative zur Änderung der Approbationsordnung (ÄAppO) vor, um die Allgemeinmedizin in der klinischen Ausbildung zu stärken.

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Im Praktischen Jahr (PJ) sollen 12 Wochen Allgemeinmedizin ein verpflichtender Ausbildungsabschnitt werden, so ein Sprecher des Niedersächsischen Gesundheitsministeriums. Ziel der Initiative: Mit der Änderung sollen die jungen Kollegen den Beruf des Hausarztes intensiver in ihre Berufswahl einbeziehen können.

Die Abstimmungen mit den anderen Ländern laufen, hieß es. Um die hausärztliche Versorgung zu stärken, hatte das Sozial- und Gesundheitsministerium den Runden Tisch "Stärkung der hausärztlichen Versorgung" ins Leben gerufen, an dem unter anderen auch KV Niedersachsen (KVN) und die Ärztekammer des Landes (ÄKN) sitzen. Die Mitglieder des runden Tisches hatten unter anderem gefordert, die Allgemeinmedizin solle Pflichtfach im PJ werden.

Auf der letzten Tagung des Runden Tisches wurde ein ganzes Bündel von Maßnahmen gegen den drohenden Hausärztemangel diskutiert. Laut Rolf Hufenbach, dem Leiter der Abteilung Bedarfsplanung in der KVN, wurden an Niedersächsischen Kliniken zum Beispiel 15 bis 20 zusätzliche Verbundweiterbildungsstellen geschaffen. Die stationären Weiterbildungsplätze seien den künftigen Hausärzten vorbehalten.

Zudem hat die KVN die Zuschüsse für die Hausarztassistenten von 1023 Euro auf 1900 Euro erhöht. Im "Modell Niedersachsen" (MoNi) der KVN und der Krankenkassen sollen in einer Modellregion entsprechend qualifizierte Medizinische Fachangestellte Hausärzte etwa bei Hausbesuchen entlasten. Dort könnten sie nach Vorgaben des Arztes Verbände anlegen und wechseln, Blutdruck und Blutzucker messen oder Medikamente verabreichen.

Die Bundesratsinitiative zu ÄAppO soll im März oder April 2010 im Bundesratsplenum eingebracht werden.

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