Kommentar – Intersektorale Gesundheitszentren

Ambulante Versorgung 2.0

Von Wolfgang van den Bergh Veröffentlicht: 10.10.2018, 17:35 Uhr

sie sollen eine Art Scharnier zwischen Klinik und Praxis bilden: intersektorale Gesundheitszentren, die heute noch als defizitäre Klein-Krankenhäuser ihr Leben fristen und am Tropf mancher Kommune hängen.

Die KBV findet ihre Idee toll und hat sie von Gesundheitsökonomen der Uni Bayreuth und der Oberender AG durchrechnen lassen. Am Ende kam man auf über 70 Häuser, für die ein solches Projekt infrage käme.

Das sind Krankenhäuser mit 51 bis 150 Betten, die mit den Schwerpunkten allgemeinmedizinische, internistische und chirurgische Grundversorgung ausgestattet werden sollen.

Facharztstandard ist Pflicht! Nur ein Teil der Betten soll den Patienten dienen, die nach kleineren Eingriffen bis zu 72 Stunden eine Rund-um-Versorgung benötigen. Das klingt plausibel, womit der Druck auf die DKG steigen wird.

Deren Argument, die KBV fordere immer nur die Schließung von Häusern, ist mit dem Gutachten widerlegt. Das Problem ist nur, eine "erweiterte ambulante Versorgung" (EAV) steht rechtlich, politisch und honorartechnisch auf sehr wackeligen Füßen. Will heißen: Da sind noch dicke Bretter zu bohren.

Lesen Sie dazu auch: KBV-Idee: Landarztpraxen als Zentren mit Bettenstation? Studie Uni Bayreuth: So könnte die Medizinversorgung auf dem Land künftig aussehen

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