Kommentar – Intersektorale Gesundheitszentren

Ambulante Versorgung 2.0

Wolfgang van den BerghVon Wolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

sie sollen eine Art Scharnier zwischen Klinik und Praxis bilden: intersektorale Gesundheitszentren, die heute noch als defizitäre Klein-Krankenhäuser ihr Leben fristen und am Tropf mancher Kommune hängen.

Die KBV findet ihre Idee toll und hat sie von Gesundheitsökonomen der Uni Bayreuth und der Oberender AG durchrechnen lassen. Am Ende kam man auf über 70 Häuser, für die ein solches Projekt infrage käme.

Das sind Krankenhäuser mit 51 bis 150 Betten, die mit den Schwerpunkten allgemeinmedizinische, internistische und chirurgische Grundversorgung ausgestattet werden sollen.

Facharztstandard ist Pflicht! Nur ein Teil der Betten soll den Patienten dienen, die nach kleineren Eingriffen bis zu 72 Stunden eine Rund-um-Versorgung benötigen. Das klingt plausibel, womit der Druck auf die DKG steigen wird.

Deren Argument, die KBV fordere immer nur die Schließung von Häusern, ist mit dem Gutachten widerlegt. Das Problem ist nur, eine "erweiterte ambulante Versorgung" (EAV) steht rechtlich, politisch und honorartechnisch auf sehr wackeligen Füßen. Will heißen: Da sind noch dicke Bretter zu bohren.

Lesen Sie dazu auch: KBV-Idee: Landarztpraxen als Zentren mit Bettenstation? Studie Uni Bayreuth: So könnte die Medizinversorgung auf dem Land künftig aussehen

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

KV Thüringen

Akutpraxis in Gera: Praxismodell gegen den Ärztemangel

Kommentar

Krankmeldungen via Telefon: Wider den Wartezimmer-Zwang

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

KV Thüringen

Akutpraxis in Gera: Praxismodell gegen den Ärztemangel

Systematisches Review

Kortikosteroide bei schwerer Pneumonie wahrscheinlich nützlich

Lesetipps
Nie wieder spritzen? Small Molecules wie Orforglipron (C48H48F2N10O5) haben viele Vorteile gegenüber herkömmlichen Inkretinmimetika, etwa orale Einnahme, leichtere Lagerung und niedrigere Kosten.

© Kassandra / stock.adobe.com

Innovative Diabetestherapie

Nicht-peptidische GLP-1-Rezeptoragonisten am Start

Eine Frau fässt sich mit den Händen an die Brust

© Art_Photo / stock.adobe.com

Unterschiede der Geschlechter

Herzinfarkte und Ischämie bei Frauen: Was ist wirklich anders?