Ambulanter Versorgung für Kliniken immer interessanter

Gutachter an der Saar gehen davon aus, dass mehr ambulante Leistungen in Krankenhäusern erbracht werden und die Zahl der Klinik-MVZ steigen wird.

Veröffentlicht:
Alles in einer Hand - das macht Klinik-MVZ für Krankenhäuser interessant.

Alles in einer Hand - das macht Klinik-MVZ für Krankenhäuser interessant.

© Ievgen Tumanian / fotolia.com

SAARBRÜCKEN (kud). Gutachter der Beratungsgesellschaft GEBERA rechnen mit einer weiteren Verschiebung von Leistungen aus dem ambulanten in den stationären Bereich. Gleichzeitig würden die Krankenhäuser versuchen, sich an der ambulanten Versorgung stärker zu beteiligen.

Im Saarland waren nach der vorbereitenden Studie zum nächsten Krankenhausplan im dritten Quartal des vergangenen Jahres Kliniken an sieben der 18 Medizinischen Versorgungszentren beteiligt. Im Bundesschnitt lag der Anteil bei 42 Prozent und damit nur unwesentlich höher. Weitere Beteiligungen oder Kooperationen seien in Planung.

Tendenziell werde die Bedeutung der Medizinischen Versorgungszentren trotz der im Koalitionsvertrag vereinbarten Restriktionen weiter zunehmen, erklären die Autoren der Studie. "Der steigende Wettbewerb sowie der prognostizierte Ärztemangel werden dazu beitragen, dass auch Krankenhäuser die flexibilisierten Anstellungsverhältnisse und die Sicherung von Zuweiserquellen als strategische Möglichkeit nutzen, um sich im Markt zu positionieren", heißt es weiter.

Auch die Verträge nach Paragraf 116b SGB V zur Erbringung hochspezialisierter Leistungen durch Krankenhäuser und die Einbindung ambulanter Operateure werden nach Überzeugung der Gutachter an Bedeutung gewinnen. Allerdings erfordere die forcierte Verschiebung stationärer Leistungen in den ambulanten Bereich Qualitätssicherungsmaßnahmen, was durch Zulassung spezialisierter Krankenhäuser erreichbar sei.

Dagegen erwarten die GEBERA-Fachleute, dass IV-Verträge künftig "nur in sehr geringem Maße Einfluss auf den akutstationären Versorgungsbedarf haben".

Lesen Sie dazu auch: Kliniken an der Saar steht Rosskur bevor

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Digitale Gesundheitsanwendungen

Elektronische Verordnung für DiGA jetzt freiwillig möglich

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Praktische Tipps

Beratungsfall Patientenverfügung – worauf es ankommt

Lesetipps
Ärztin im Gespräch mit einem Patienten

© Robert Kneschke / stock.adobe.com

Tipps für den Antrag

Vorsorge oder Reha: Was es für die Genehmigung durch die Kostenträger braucht