Schule in Corona-Zeiten

„An Diabetes erkrankte Kinder nicht ausgrenzen“

Arbeitsgemeinschaft „Pädiatrische Diabetologie“ innerhalb der DDG sieht keine höhere Gefahr für Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes.

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Berlin. Etwa zehn Millionen Schüler konnten wegen der Corona-Krise zuletzt nicht die Schule besuchen. Inzwischen fährt der Schulbetrieb langsam wieder hoch. Laut Deutscher Diabetes Gesellschaft (DDG) gibt es jedoch einzelne Einrichtungen, die an Diabetes erkrankte Kinder und Jugendliche vom Schulbesuch vorerst ausnehmen würden. Die Schulen bezögen sich dabei auf den Hinweis des Robert Koch-Instituts, wonach Diabetespatienten zur Risikogruppe bei COVID-19 zählten.

Die Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Diabetologie der DDG hat nun darauf hingewiesen, dass laut internationalen Forschungsstands Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes nicht häufiger oder schwerer an COVID-19 erkrankten als andere Kinder. Die AG fordert die Schulen daher auf, Betroffene nicht auszugrenzen.

Unterdessen streiten Ärzte, Virologen und Politiker, wie schnell und umfassend Kitas und Schulen wiederöffnen sollen. Kinderärzte und Krankenhaushygieniker sprachen sich für eine Öffnung aus. Die Rolle von Kindern im Infektionsgeschehen sei vergleichsweise gering, so ein Argument. (hom)

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