Arzneiausgaben steigen nur leicht

NEU-ISENBURG (fst). Ärzte haben von Februar bis April 2009 Arzneimittel im Wert von 7,291 Milliarden Euro verordnet. Hinzu kommen noch Ausgaben für Impfstoffe von 239 Millionen Euro.

Veröffentlicht:

Das entspricht - nur bei Arzneimitteln - einem Zuwachs von 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, geht aus Daten des Marktforschungsinstituts IMS Health hervor. Dies ist, verglichen mit den drei Quartalen zuvor, ein Spitzenwert. Denn seit Anfang 2008 lagen die Zuwachsraten - verglichen mit 2007 -  zwischen 3,6 bis 4,2 Prozent.

Bei Impfstoffen setzt sich die Tendenz fort, dass die Ausgaben für Einfachimpfstoffe -  dazu zählt auch Gardasil® -  massiv zurückgehen. Von August bis Oktober 2008 hatten die Ausgaben für diese Impfstoffgruppe noch 507 Millionen Euro betragen. Von Februar bis April 2009 sind es nur noch 239 Millionen Euro gewesen.

Regelrecht eingebrochen sind auch die Ausgaben für die so genannten Sonstigen Einfach-Vakzine, zu denen auch die FSME-Zecken-Impfstoffe gehören. Dieses Segment repräsentierte im Spätsommer 2008 noch Ausgaben in Höhe von 152 Millionen Euro, im Frühjahr 2009 waren es mit etwa 80,4 Millionen Euro noch knapp die Hälfte.

Untersucht man die GKV-Ausgaben nach KV-Regionen, so zeigen sich Wachstumsraten, die im letzten verfügbaren Quartal von 2,4 (Sachsen-Anhalt) bis 7,2 Prozent (Berlin) reichen. Traditionell verbucht außer der Hauptstadt auch Hamburg als Stadtstaat, der Patienten aus benachbarten Bundesländern anzieht, ein überdurchschnittliches Ausgabenplus mit 6,2 Prozent. Von den Flächenregionen weisen Hessen (5,6 Prozent) sowie Schleswig-Holstein und Nordrhein (5,4 Prozent) die höchsten Wachstumsraten auf, dagegen Sachsen-Anhalt die niedrigste.

Mehr zum Thema

Lieferengpässe

DKG warnt vor Op-Ausfällen, weil Spüllösungen fehlen

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Untypisches Krankheitsbild

Kasuistik: Hinter dieser Appendizitis steckte ein Bakterium

Qualität im stationären Sektor

Lauterbach will Klinik-Atlas überarbeiten

Lesetipps
Globuli in Fläschchen

© ChamilleWhite / Getty Images / iStock

Leitartikel

Homöopathie: Eine bloße Scheindebatte

Eine neue Leitlinie, die Ende diesen Jahres veröffentlicht werden soll, soll Ärzten und Ärztinnen in der hausärztlichen Versorgung helfen, Patienten und Patientinnen zur Vitamin-D-Substitution adäquat zu beraten.

© irissca / stock.adobe.com

32. Jahreskongress der SGAM

Empfehlungen zur Vitamin-D-Substitution: Neue Leitlinie angekündigt