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Arzneiausgaben wachsen mit gebremstem Tempo

FRANKFURT/MAIN (fst). Das Ausgabenwachstum für Arzneimittel und Impfstoffe in der GKV hat sich verlangsamt. Es betrug im Oktober insgesamt 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

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Rechnet man die Impfausgaben heraus, so sind die Ausgaben um 4,2 Prozent gestiegen, teilt das Marktforschungsinstitut IMS Health mit. In absoluten Zahlen ergeben sich für den Oktober - inklusive Impfstoffe - Ausgaben von 2,80 Milliarden Euro.

Auch die Mengenentwicklung, gemessen als Absatz in Packungen, folgt dem Trend der vergangenen Monate. Der Absatz stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat im Oktober um 1,4 Prozent. Fast durchweg rückläufig haben sich die Impfausgaben entwickelt. Unter den Teilgruppen zeigt sich allein beim Impfstoff gegen die saisonale Grippe ein Anstieg um 8,1 Prozent im Vergleich zum Oktober 2008. Daten zu Impfausgaben gegen die so genannte Schweinegrippe liegen IMS Health nicht vor, da die Verträge direkt zwischen Bundesregierung und Herstellern geschlossen wurden.

Ein Grund für das mäßige Ausgabenwachstum findet sich im rationalen Verordnungsverhalten der Ärzte. So liegt die Generikaquote, also der Anteil der verordneten Generika am generikafähigen Markt, in der Mehrheit der KV-Regionen, nämlich in Nordrhein, Westfalen-Lippe, Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bremen, bei über 80 Prozent. Lediglich in Baden-Württemberg, Sachsen und Sachsen-Anhalt wird diese Marke unterschritten.

Hohe Wachstumsraten weisen weiterhin die Märkte für Spezialpräparate auf. Diese werden vor allem von Fachärzten bei Patienten mit schweren Erkrankungen verordnet. Beispiele für Gruppen mit hoher Wachstumsdynamik sind Interferone (plus 35,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), Immunsuppressiva (30,0 Prozent) oder spezielle Antirheumatika (23,4 Prozent).

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