Arzneimittelpolitik

Arzneimittelausgaben legen im Februar wieder zu

Nach einem Rückgang im Januar sind die Arzneimittelausgaben in der GKV im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,5 Prozent gestiegen.

Veröffentlicht: 13.04.2010, 14:31 Uhr

FRANKFURT/MAIN (fst). Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens IMS Health haben Ärzte im Februar Arzneien und Impfstoffe für 2,238 Milliarden Euro verordnet, das sind 5,5 Prozent als im Februar 2009. Dabei sind die Zwangsrabatte, die Hersteller und Apotheker zahlen müssen, schon berücksichtigt. Die Zahl der abgegebenen Packungen ist im Februar um 0,4 Prozent leicht gesunken. Von den Gesamtausgaben entfielen etwa 50 Millionen Euro auf Impfstoffe. Lässt man diesen Posten außen vor, beträgt der Anstieg der Arzneiausgaben 6,1 Prozent.

Die Impfausgaben bleiben im Februar mit minus 17,3 Prozent anhaltend rückläufig. Im Dezember 2009 hatten sie noch fast 60 Millionen Euro betragen. So sinken beispielsweise die Impfausgaben gegen die saisonale Grippe um über 39 Prozent. Allein die Gruppe der Mehrfachimpfstoffe mit Tetanus verzeichnet ein deutliches Plus von 10,5 Prozent. Der Umsatz mit Arzneimitteln und Impfstoffen, die zu Lasten der GKV verordnet wurden, schwankt in den einzelnen KV-Regionen stark.

Im Januar und Februar verzeichnet Brandenburg mit 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum den stärksten Zuwachs. Es folgen Berlin (4 Prozent), Sachsen und Thüringen (je 2,7), Hessen (2,4), Hamburg (2,3) und Mecklenburg-Vorpommern (2,2). Am Ende der Skala liegen Baden-Württemberg (0,2), Bayern (minus 0,1) und Rheinland-Pfalz (minus 0,9 Prozent). Dafür, dass fast alle ostdeutschen Länder auf den vorderen Plätzen liegen, bietet der höhere Anteil alter Menschen in den neuen Ländern ein Erklärungsansatz.

IMS Health hat die Verordnungen dreier Arznei- und Produktgruppen (Beta-Blocker, Lipidregulatoren, Diabetes-Tests) nach Altersgruppen aufgesplittet. Ergebnis: Bei der Gruppe der über 70-Jährigen, die in den ostdeutschen Ländern überdurchschnittlich häufig vertreten ist, steigt die Verordnungshäufigkeit bei allen drei Gruppen signifikant - höhere Verordnungskosten sind die Folge.

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