Auch Menschen im Heim wollen einen Hausarzt

KÖLN(iss). Die Betreuung durch den vertrauten Hausarzt gehört zu den entscheidenden Faktoren, damit Bewohner von Pflegeheimen sich gut versorgt fühlen.

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"Für die älteren Menschen ist es wichtig, als Person wahrgenommen zu werden, zum Beispiel durch den Arzt, der sie noch aus der Zeit vorher kannte", sagte Barbara Strohbücker, Pflegewissenschaftlerin vom Zentrum für Palliativmedizin der Universitätsklinik Köln.

In einem vom Bundesfamilienministerium geförderten Projekt untersucht Strohbücker die Bedürfnisse von Bewohnern und Bewohnerinnen in Pflegeheimen sowie ihrer Angehörigen mit Blick auf die Palliativversorgung. Erste Ergebnisse der noch nicht abgeschlossenen Untersuchung stellte sie bei der Tagung "Gerontologie und Palliativmedizin" der Clearingstelle Versorgungsforschung NRW in Köln vor.

Die Untersuchung umfasst Interviews mit Bewohnern, Angehörigen, Mitarbeitern und Ärzten in vier Pflegeheimen aus Köln und Umgebung. Im Schnitt waren die Bewohner 86,5 Jahre alt und meist chronisch krank.

Bei den Interviews habe für die alten Menschen das körperliche Befinden nicht im Vordergrund gestanden. "Informationen über die körperlichen Probleme kamen über Ärzte und Mitarbeiter", so Strohbücker. Den Bewohnern waren psychosoziale Bedürfnisse wie die Selbstbestimmung und die Nähe zur Familie, viel wichtiger. Die Pflegewissenschaftlerin nannte zwei Faktoren, die für die Bewohner fundamental sind: Zeit haben und das Gefühl bekommen, nicht zu stören. "Sie benötigen mehr Zeit für das tägliche Leben, für Gespräche und für Sterbebegleitung."

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